Einwanderer aus Amerika
ENNS. In fast allen Gewässern ist er mittlerweile zu finden – die Rede ist vom Signalkrebs, ein Gast aus Nordamerika, der mittlerweile die einheimischen Krebse fast ausgerottet hat.

Die Krustentiere können über 15 Zentimeter lang werden und sind mittlerweile in fast allen Gewässern entlang der Donau zu finden. Auf den ersten Blick ähneln sie dem heimischen Edelkrebs, ein deutliches Unterscheidungsmerkmal sind allerdings die weiß bis hellblau gefärbten Scherengelenke, die auch als Signalflecken bezeichnet werden und dem Krebs seinen Namen geben, die Scherenunterseite ist rot gefärbt. Der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) kommt ursprünglich aus Nordamerika, wurde nach Europa importiert und in mehreren Ländern aus gastronomischen Motiven ausgesetzt.
Überträger der Krebspest
Seitdem breitet sich der Signalkrebs aus und mit ihm auch eine Krankheit: Er gilt als Überträger der „Krebspest“, einer Pilzerkrankung, gegen die er selbst immun ist, die aber bei den heimischen Arten zum Tod führt. Mittlerweile sind die Edelkrebse in den meisten Gewässern ausgestorben, an einigen Gebirgsbächen findet man noch die kleineren Steinkrebse. In Österreich sind Bestrebungen im Gange, die Signalkrebse zu entnehmen und somit den Bestand der letzten einheimischen Krebse zu erhalten. In Schweden gilt der Signalkrebs als begehrter Speisekrebs.


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