Hochwasser an Enns und Donau
ENNS/ST.VALENTIN. Die tagelangen Regenfälle sorgten auch im Enns-Donau-Winkel für ein angespannte Hochwassersituation. Die Einsatzkräfte waren gut vorbereitet auf die drohenden Wassermassen; großflächige Überflutungen wie in den Jahren 2002 und 2013 blieben aber aus.

Bereits um den 7. September war klar: Da braut sich etwas zusammen. Ab 11. September wurden starke Regenfälle erwartet und es kam, wie man es vorhergesagt hatte: In der Nacht begann es zu regnen und es regnete mehrere Tage ohne Unterbrechung durch. Die Einsatzkräfte bereiteten sich auf größere Überflutungen vor. Die befürchteten großflächigen Überschwemmungen blieben aber im Bezirk aus. Am Samstag, 14. September, wurde der Hochwasserschutz an der Donau in Mauthausen aufgebaut und auch in Ennsdorf wurde vorsorglich der Hochwasserschutz errichtet. In Enns gab es kurzzeitig einige Straßensperren. Einschränkungen gab es allerdings im Eisenbahnbetrieb. So war die Westbahnstrecke zwischen St. Valentin und Amstetten wegen Überflutung gesperrt und ein Schienenersatzverkehr nötig.
Überflutungen im Augebiet
Der Betrieb der Radfähre Ennsegg ist bis auf weiteres eingestellt, da vor allem die Donaubegleitwege in Enghagen und in der Kronau von den Überflutungen betroffen sind. Auch in St. Pantaleon-Erla bestand während der ganzen Zeit keine Gefahr für die Bevölkerung. Am Sonntag, 15. September, erreichte um 15.30 Uhr der Donaupegel in Mauthausen mit 670 Zentimetern seinen vorläufigen Höchststand, am Montag kam es zu einer weiteren Hochwasserwelle, die einen Pegelstand von knappen sieben Metern erreichte. In den Bergen sind große Mengen des Niederschlags in Form von Schnee gefallen und durch die niedrigen Temperaturen gebunden. Bei einem Temperaturanstieg im Gebirge kann es durch die Schneeschmelze zu einem erneuten Anstieg der Pegel an Enns und Donau kommen.
Entlang der Donau konnte man immer wieder Schaulustige beobachten, die mit dem Auto unterwegs waren, Fahrverbote ignorierten und teilweise auch die Absperrungen wegräumten. Die Einsatzkräfte appellieren aber an die Autofahrer, die gesperrten Bereiche auf keinen Fall zu befahren.


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