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Gedenken an Donau-Fährmann Peterseil: "Er verdient es nicht vergessen zu werden"

Maya Lauren Matschek, 15.10.2024 09:28

ENNS/LANGENSTEIN/STEYREGG. Zur Erinnerung an ein Opfer für die Freiheit Österreichs haben kürzlich die Fährleute der Donau-Radfähre beim Peterseil-Gedenkstein am Donau-Radweg in Enns-Enghagen einen Kranz niedergelegt.

Die Fährleute der Donau-Radfähre legen zur Erinnerung an Peterseil jährlich einen Kranz bei seinem Gedenkstein in Enghagen nieder. (Foto: G. Kneifel)

Franz Peterseil, vulgo Murauer, war ein ehemaliger Kleinhäusler an der Donau in Enghagen. Nach dem zweiten Weltkrieg war er im Nebenerwerb nicht nur als Fischer sondern auch als Donau-Fährmann zwischen Enns und Langenstein tätig. Als Fährmann starb er am 5. Oktober 1945, fünf Monate nach Kriegsende, weil sowjetische Soldaten das Feuer auf ihn eröffneten, nachdem er zwei Kriegsheimkehrer über die Donau in ihren Heimatort nach Langenstein zurückbringen wollte.

Kneifel: „Er ist im Dienst an seinen Freunden gestorben“

Am 3. Oktober 1945 baten Peterseil zwei Kriegs-Heimkehrer um Überfuhr in ihren Heimatort nach Langenstein. Der Fährmann sagte zu, leistete seinen Dienst und musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Er war mit seiner Holzzille bereits auf der Rückfahrt in Flussmitte, als ein Trupp russischer Besatzungssoldaten Peterseil aufforderten, zurück ans Nordufer zu fahren. Angeblicher Grund dafür war eine Personenkontrolle. Er setzte seine Fahrt ans Südufer nach Enns fort und wurde noch im Boot erschossen. 

Schwer verwundet wurde er noch nach Steyregg gebracht wo er noch nachts seinen Verletzungen erlegen ist. „Peterseil ist im Dienst an seinen Freunden gestorben- er verdient es, dass wir ihn nicht vergessen“ so Norbert Kneifel von der Freiwilligen Feuerwehr Enns, beim Gedenkstein. 


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