Ennser Gesundheitszentrum: Alle unter einem Dach
ENNS. 2017 startete das erste Primärversorgungszentrum (PVZ) im Vollausbau in Österreich. Ärzte und viele andere Gesundheitsberufe arbeiten dort Hand in Hand unter einem Dach - ein Meilenstein in der heimischen Gesundheitsversorgung. Am 15. Februar eröffneten Vertreter aus der Politik und Gesundheit offiziell das neue Haus.

Rund 670 Ennser nutzten gleich am ersten Betriebstag das neue PVZ im Gesundheitszentrum Enns - “Die Eröffnung des PVZ Enns ist ein Meilenstein in der Sicherung unseres hohen medizinischen Versorgungsniveaus in Oberösterreich. Die bewährte Versorgung bleibt durch ein PVZ in der Region erhalten und erfolgt dort, wo auch die Patienten zuhause sind. Ein PVZ bietet neben der Regionalisierung auch den weiteren großen Vorteil, dass neue, zeitgemäße Angebote hinzu kommen. Das PVZ Enns ergänzt und sichert nicht nur die medizinische Versorgung in den Regionen, es steht auch für die ständige Weiterentwicklung im Gesundheitswesen“, so Landeshauptmann Josef Pühringer
Rund um die Uhr
Vor allem profitiere die Bevölkerung von erweiterten Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr und zusätzlich an zwei Tagen bis 21 Uhr ist das Haus geöffnet. Zudem ist die Ordination jeden dritten Samstagvormittag durch die Teilnahme am hausärztlichen Notdienst besetzt. Eines der Ziele: die Wartezeit in der Ordination auf 15 Minuten zu verkürzen. Dies soll vor allem mit der Vergabe von Terminen geschehen, so auch im Akutfall: „Früher war es so, dass auch Patienten mit akuten Beschwerden bis zu zwei Stunden im Wartezimmer ausharren mussten. Nun wartet man zuhause. Natürlich bekommt man dann noch am selben Tag einen Termin“, erklärt Wolfgang Hockl die Situation. Und auch Bürgermeister Franz Stefan Karlinger spart nicht mit lobenden Worten: „Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben, in Enns dieses Pilotprojekt zu verwirklichen. Als mir das Konzept von Wolfgang Hockl vorgestellt wurde, war ich sofort begeistert. Und nun ist es soweit: das erste Gesundheitszentrum in Oberösterreich hat im Jänner seinen Betrieb aufgenommen. Damit ist es gelungen, die regionale Erstversorgung, aber auch die Gesundheitsvorsorge aufrecht zu erhalten und sogar noch zu verbessern. Patienten profitieren durch kürzere Wartezeiten und ein deutlich erweitertes Angebot, Ärzte durch attraktivere Arbeitsbedingungen. Wir haben ein zukunftsweisendes Modell für die gesamte Region, ja, für ganz Österreich auf die Beine gestellt.“


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