Landesausstellung: Oldtimer-Freund baute römische Getreide-Erntemaschine originalgetreu nach
ENNS. Eine römische Ähren-Erntemaschine, wie sie schon Plinius der Jüngere (62 bist 113) beschrieben hat, wird als Attraktion beim Traktor-Oldtimertreffen am 11. August in Enns zu sehen sein.

Laut den Forschungen der Universität Passau wurde dieses zweirädrige Gerät von einem Maultier geschoben. Ein Landarbeiter schlug mit einem Stock die Ähren gegen die Messerfinger, um sie vom Halm zu trennen. Anschließend fielen sie in den hölzernen Sammelkasten. Erst mehrere Wochen später wurden die Ähren im Bauernhof gedroschen, die Halme mit der Sichel geschnitten und als Rohstoff weiter verwendet. Etwa als Füllung für Schlafsäcke.
Logistische Herausforderung
Der Monat August war - so Plinius - der traditionelle Monat der Getreideernte für Hartweizen, Dinkel und Gerste. Wenn man weiß, dass die Hektar-Erträge in römischer Zeit nur ein winziger Bruchteil der gegenwärtigen Ernte-Ergebnisse zeitigten, bildete die Versorgung der Bevölkerung eine riesige landwirtschaftliche und logistische Herausforderung. Waren doch der militärischen und der zivilen Siedlung Lauriacum damals rund 25.OOO Personen täglich zu verköstigen. Das Oldtimertreffen wird von den Ennsdorfer Oldtimer-Freunden und dem Oldtimer Traktor Club Niederneukirchen veranstaltet.


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