Valentiner Feder: "Ich hatte einen Traum"
ST. VALENTIN. Der diesjährige Schreibwettbewerb der Stadtgemeinde St. Valentin die „Valentiner Feder“ fand unter dem Motto „Wie kann ich in meinem Umfeld die Umwelt- und Klimaveränderung positiv beeinflussen?“statt. Tips veröffentlicht die beiden Siegertexte. Hier ist der Text von Norah Lechner der 4b der IMS Langenhart. Nächste Woche folgt der Text von Valentin Dorninger der SMS Schubertviertel.

Wie ich die Umwelt und den Klimawandel positiv beeinflussen kann
Ich hatte einen Traum. Keinen gewöhnlichen Traum. Einen Traum von der Zukunft.
Aber lass mich von vorne zu erzählen beginnen.
Ich lag in meinem Bett und versuchte einzuschlafen. Das Fenster war geöffnet und laue Sommerluft drang herein. Ich hörte meine Mutter, die den Müll rausbrachte. Leute die auf dem Gehsteig an unserer Wohnung vorbeigingen. Und Autos. Jede Menge Autos. Doch das war nicht Ungewöhnliches. Wir lebten ja schließlich in einer Großstadt. Draußen weinte ein Baby. Der schwache Schein einer Straßenlaterne fiel in mein Zimmer. Irgendwo bellte ein Hund. Ich machte das Fenster zu. Es störte mich, dass so viele Abgase die Luft in meinem Zimmer verpesteten. Allmählich schlief ist ein.
Ich träumte von meiner Stadt. Ich war mitten in dem kleinen Park neben der Hauptstraße. „Nichts Ungewöhnliches“, dachte ich mir, bis mir etwas seltsam vorkam. Ich lauschte. Kein Auto war unterwegs. Als ich mich umsah, entdeckte ich einen Zeitungsständer. Mein Blick fiel auf die Schlagzeile: Umweltverschmutzung 2100 endlich gestoppt.
Dies war der Zeitpunkt, an dem ich eindeutig realisierte, dass ich in meinem Traum in der Zukunft gelandet war. Sofort wollte ich mehr herausfinden. Ich nahm eine Zeitung heraus und blätterte drin herum. Plötzlich entdeckte ich einen interessanten Artikel. Er handelte von dem Verbot von Autos. Stattdessen mussten die Bewohner der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Ich war perplex. Zu meiner Zeit konnte man sich ja gar nicht vorstellen, dass so etwas einmal funktionieren würde.
Ich wollte gerade umblättern, um mehr zu erfahren, da änderte sich mein Traum. Ein Schwindelgefühl überkam mich. Mir wurde schwarz vor den Augen. Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich am Rande einer Klippe über dem Meer wieder. Ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit. Unter mir toste das Meer. Die Gischt wurde vom Wind zerstreut und zu mir geweht. „Um ein Haar wäre ich die Klippe hinuntergestürzt“, bemerkte ich mit einem Blick auf meine Füße, die nur wenige Millimeter vom Abgrund entfernt auf sandigem Untergrund standen. Ein kalter Schauer lief mir über meinen Rücken. Meine Knie zitterten. Trotz es unguten Gefühls in meinem Bauch bahnte ich mir einen Weg durch eine Böschung hinunter zum Meer, wild entschlossen mehr über die Zukunft zu erfahren.
„Praktisch, dass ich einen Bikini anhabe!“, stellte ich fest, als ich mich in die Brandung stürzte. Ich schwamm der untergehenden Sonne entgegen, immer weiter hinaus aufs Meer. Das Wasser glitzerte golden. Da sah ich ein Boot. Es war groß und sah bedrohlich aus. Mir wurde kalt. Dennoch schwamm ich darauf zu. Meine Kräfte schwanden, Stück für Stück.
Schließlich traf ich auf das Boot. Ein Mann winkte mir zu. Ich war unendlich erleichert, da ich schon so erschöpft war. Der Mann half mir auf das Boot hinauf. Ich fragte ihn, wer er sei und woher er komme. Er meinte, er und sein Team seien auf einer Müll-Sammel-Tour. Auf meine Frage hin, wozu das gut sein solle, reagierte der Mann überrascht. „Natürlich wollen wir das Meer vor der Verschmutzung bewahren. Außerdem schützen wir so zusätzlich auch die Meeresbewohner. Du kannst gerne bei einem Einsatz zuschauen!“ Begeistert nickte ich.
Nachdem wir eine kurze Strecke gefahren waren, holte er ein riesiges Müllnetz unter dem Müll-Sammel-Boot hervor. Sein Team half ihm dabei, es über den Bug zu hieven. Interessiert schaute ich den Männern zu. Das Netz, voller Müll und Fischen, wurde an Deck ausgebreitet. Gemeinsam sortierten die Männer die Fische aus. Ein anderer Mitarbeiter entließ sie wieder ins Meer. Der Müll werde recycelt und wiederverwendet, meinte der Chef der Gruppe. Bevor ich mich jedoch bei ihnen bedanken konnte, wachte ich auf.
Mein Wecker klingelte. Wie jeden Morgen. Bedauernswerterweise.
Ich stand auf, ging aus meinem Zimmer hinaus und erzählte alles, was ich im Traum erlebt hatte, meiner Mama. Glücklicherweise arbeitet sie in der Politik und hat viel Einfluss auf die Bevölkerung. Sie versprach alles von meinen Erfahrungen umzusetzen. Dafür bin ich ihr immer noch unendlich dankbar.
Mir ist das Thema „Umweltschutz“ sehr wichtig, da unsere Generation das Leben in der Zukunft beeinflussen wird.


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