Sportehrenpreis der Stadt Enns geht an Paraclimbing-Vizeweltmeisterin Edith Scheinecker
ENNS. Im Ennser Gemeinderat wurde auf Antrag von Bürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ) einstimmig beschlossen, den Sportehrenpreis 2021 an Paraclimberin Edith Scheinecker zu verleihen.

Erst mit 50 Jahren begann die Ennserin mit dem Klettern. Aufgrund ihres beinharten Trainings und viel Disziplin schaffte sie in kürzester Zeit den Sprung in das Nationalteam der Paraclimber. Paraclimbing wird von Sportlern mit körperlicher Beeinträchtigung ausgeübt. Edith Scheinecker startet in der Kategorie B2, der Gruppe der hochgradig Sehbehinderten. Im Alter von 27 Jahren wurde bei der heute 54-Jährigen die Krankheit Zapfen-Stäbchen-Dystrophie diagnostiziert. Im österreichischen Nationalteam ist Edith Scheinecker die einzige visuell beeinträchtigte Leistungssportlerin.
Starke Leistungen im Weltcup und bei der WM
Scheinecker trainiert drei bis vier Mal die Woche in Linz und manchmal mit Nationalmannschaftskollegen in Graz. 2018 erzielte Edith Scheinecker den vierten Platz im Paraclimbing Cup in Briancon (Frankreich) und den fünften Platz bei den Paraclimbing World Championsships in Innsbruck. 2019 holte sie bei der WM in Briancon (Frankreich) die Bronzemedaille. Aufgrund ihrer guten Leistungen im vorigen Jahr (zwei Mal Gold bei den Weltcups in Innsbruck und Briancon) erfolgte die Nominierung für die WM in Moskau, wo Scheinecker Silber gewann. Im Oktober ging es nach Los Angeles zum dritten und letzten Weltcup der Saison, wo sie sich wieder über den Sieg freuen durfte. „Die großen Erfolge von Edith Scheinecker sind beachtlich. Es ist mir eine besondere Freude, ihr für ihre herausragenden sportlichen Leistungen im Paraclimbing den Sportehrenpreis der Stadt Enns überreichen zu dürfen“, sagte Deleja-Hotko.


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