„Ned Deppad!“: Kampagne zur Aktivierung der JVP-Ortsgruppen in OÖ
LINZ-LAND/OBERÖSTERREICH. In ganz Oberösterreich gibt es rund 240 Ortsgruppen der Jungen ÖVP (JVP). Mit rund 17.000 Mitgliedern und 2.000 Funktionären ist sie der größte politische Freundeskreis. Seit Herbst 2015 stellt die JVP OÖ fünf Bürgermeister, zwölf Vize-Bürgermeister und 554 Gemeinderäte unter 30 Jahren. Die JVP möchte auch in Zukunft durch Projekte, Veranstaltungen und politische Forderungen mehr Leben in die Gemeinden bringen. Im März 2017 gab es daher den Startschuss für die Kampagne „Ned deppad!“.

Um mit der neuen Kampagne aufzufallen, wurde mit „Ned deppad!“ bewusst ein frecher Slogan gewählt. „Mit unserer neuen Kampagne wollen wir zeigen, was wir als JVP in unseren Ortsgruppen auf die Beine stellen. Wir holen in einem einheitlichen Design vor den Vorhang, was unsere Funktionäre im ganzen Land leisten und geben ihnen das passende Werkzeug für die weitere Arbeit“, erklärt Landesobfrau Claudia Plakolm das Ziel der neuen Kampagne.
Innovationsworkshops für Gemeinden
Neu bei den Angeboten der JVP OÖ sind Innovationsworkshops für die Ortsgruppen. Unter der Begleitung von professionellen Trainern können JVP-Ortsgruppen überlegen, welche Projekte sie in ihrer Gemeinde in Angriff nehmen. „Es gibt viele mögliche Projekte in den Gemeinden. Das geht von einem Beachvolleyballplatz bis zu Unterstützungen beim Jugendtaxi. Mit unseren Innovationsworkshops unterstützen wir unsere Ortsgruppen, die richtigen Themen und Projekte zu planen und letztendlich auch im Gemeinderat umzusetzen“, sagt Plakolm.
Antworten auf Populismus
Beim neuen Veranstaltungsformat „Tag der JVPler“ beschäftigte sich die JVP OÖ vor rund 200 Gästen speziell mit dem Thema Populismus. Unter anderem gab es eine Podiumsdiskussion mit dem (damals) designierten Landeshauptmann Thomas Stelzer. Bereits am Nachmittag begab sich eine Gruppe von Spitzenfunktionären in einem Workshop auf die Suche nach Antworten auf den Populismus. Über 20 Spitzenfunktionäre diskutierten mit Politik-Experten Thomas Hofer und Chefredakteur Christian Haubner (Neues Volksblatt).
Früh für Soziale Medien Bewusstsein schaffen
Problematisch sieht die JVP OÖ die Nutzung sozialer Medien, wenn es um Populismus geht. Vertrauenswürdige Seiten seien kaum mehr von fragwürdigen zu unterscheiden. „Man muss gerade den ganz jungen Leuten bewusstmachen, dass man auf Social Media-Plattformen vorsichtig sein muss. Das passiert in den Schulen viel zu wenig beziehungsweise ist man in den Schulen schon zu spät dran. Kleine Kinder spielen mit unter fünf Jahren schon am Tablet der Eltern und schauen sich Videos auf YouTube an. Das muss man also schon im Kindergarten aktiv aufgreifen und ganz besonders die Eltern in die Verantwortung nehmen“, so Plakolm.
JVP fordert österreichweit einheitlichen Jugendschutz
Das Jugendschutzgesetz fällt in die Kompetenz der Länder. Mit der Zeit haben sich unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern herauskristallisiert. Geht es nach der JVP, soll das Jugendschutzgesetz österreichweit harmonisiert werden. Als Vorbild soll das oberösterreichische Modell dienen. Seit einigen Wochen steht die JVP OÖ im engen Kontakt mit den anderen Bundesländern, um hier eine Einigung zu erzielen. Neben den unterschiedlichen Ausgehzeiten gibt es auch unterschiedliche Gesetze, was den Konsum von hartem Alkohol betrifft. Gerade in Linz-Land ist der Jugendschutz ein brennendes Thema im Grenzgebiet Enns/Ennsdorf. „In Oberösterreich sind die Jugendlichen mit dem Jugendschutzgesetz zufrieden. Es macht aber aus unserer Sicht keinen Sinn, dass es neun unterschiedliche Regelungen gibt. Wir fordern eine österreichweite gemeinsame Anpassung und hatten bereits gute Gespräche mit Landeshauptmann Thomas Stelzer, der unsere Ansicht teilt“, sagt Claudia Plakolm.
Haberlander: Starkes Zeichen an die Jugend und den Bezirk
Nach 22 Jahren an der Spitze Oberösterreichs übergab Josef Pühringer sein Amt als Landeshauptmann an Thomas Stelzer. Der ehemalige JVP-Landesobmann (1992 – 2001) verstärkt sein Team mit der erst 35-jährigen Christine Haberlander aus Enns und setzt damit ein Zeichen für den Bezirk Linz-Land. Haberlander ist Gemeinderätin in ihrer Heimatstadt Enns. 2009 war sie die bundesweite JVP-Spitzenkandidatin bei der Europawahl, insgesamt war sie neun Jahre lang Mitglied im JVP-Landesvorstand (2004 – 2013). „Wir freuen uns, dass mit Christine Haberlander eine echte Herzblut-JVPlerin unser Bundesland gestaltet. Sie hat das Herz am rechten Fleck, kennt die Themen der Jungen aus ihrer Zeit in der JVP und ist fachlich ein echter Profi“, sagt Bezirksobmann Gregor Eckmayr, der mit seinem Team selbst bei der Angelobung in Linz dabei war.
JVP Linz-Land rückt Ehrenamt ins Zentrum der Debatte
Vereine seien die Stützen der Gesellschaft und prägen den Alltag mit. Derzeit seien jedoch weniger Jugendliche bereit, sich aktiv zu engagieren. Das bestätigt die aktuelle Jugendstudie des Landes Oberösterreich (IMAS, 906 Befragte). Die JVP sieht in der Jugend aber den Schlüssel zur Sicherung des Vereinslebens. „Wir wollen Engagement und Ehrenamt weiter fördern und erleichtern. Vereine sollen nicht mit Hindernissen kämpfen. Als JVP ist es unser Ziel, lokale Wirte und Vereine an einen Tisch zu bekommen. Wir sehen beide nicht als Konkurrenten, sondern als Partner in unserem gesellschaftlichen Leben“, sagt Eckmayr. Als Bindeglied in den Gemeinden sieht die JVP ihre Jung-Gemeinderäte im Bezirk. „Wir werden die Jung-Gemeinderäte im Bezirk stärker untereinander vernetzen und dieses Thema aktiv ansprechen“, so Eckmayr.
Zahlen zur JVP Bezirk Linz-Land
Die JVP zählt im Bezirk Linz-Land rund 1.100 Mitglieder. Die Ortsgruppen werden von 133 Funktionären betreut. Insgesamt gibt es 34 Jung-Gemeinderäte der ÖVP, Christoph Gallner (Niederneukirchen) ist mit 29 Jahren der jüngste Bürgermeister im Bezirk. Bezirksobmann ist seit 2016 Gregor Eckmayr (22). Walter Lazelsberger (27) aus St. Marien ist seit Herbst Mitglied im Landesvorstand.
Die mitgliederstärksten Ortsgruppen
1. Niederneukirchen (187 Mitglieder)
2. St. Marien (162)
3. St. Florian (121)
4. Pucking (89)
5. Enns (82)
6. Neuhofen/Krems (76)
7. Ansfelden (68)


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