CittáSlow-Konzept soll überarbeitet neue Impulse für Innenstadt bringen
ENNS. Anfang der 2000er-Jahre versuchte man von Seiten der Gemeinde durch das CittáSlow-Konzept eine Reaktivierung der Innenstadt voranzutreiben. Nach wie vor ist das Thema eine der größten Herausforderungen für die Stadtpolitik. Jetzt soll das Konzept neu gedacht werden.

„Viele Ennser können leider auch heute mit dem Begriff CittáSlow nur wenig anfangen. Der Erfolg eines solchen Projektes hängt jedoch vor allem von der Akzeptanz der Bevölkerung ab. Auch viele weitere Maßnahmen wurden seither gesetzt, doch ein wirtschaftliches Aufleben der Innenstadt scheint nach wie vor nicht absehbar zu sein“, heißt es nun in einer Aussendung der ÖVP Enns. „Aus meiner Sicht müssen wir den Standort Innenstadt gesamtheitlich neu denken, um seine Attraktivität für den einzelnen Kunden oder Gast zu erhöhen. Nur so wird es uns gelingen, neue Betriebe nachhaltig anzusiedeln“, ist Wirtschaftsstadtrat Gregor Eckmayr sicher.
Nach 15 Jahren komplette Überarbeitung
Zahlreiche Maßnahmen, wie die Einführung der PopUp-Stores, hatten in den vergangenen Jahren positive Auswirkungen, jedoch seien nun zusätzliche Schritte notwendig. Schon 2005 zog die Stadtgemeinde Enns die Firma CIMA Österreich heran, um ein neues Konzept für die Ennser Innenstadt auszuarbeiten. Das Ergebnis: CittáSlow. Doch nun, 15 Jahre nach dem ersten Auftrag, scheint die Situation keineswegs besser zu sein. Grundsätzlich sieht Stadtrat Eckmayr das Konzept CittáSlow zwar äußerst positiv, jedoch brauche es nicht nur eine Belebung, sondern eine vollkommene Überarbeitung. „Es macht wenig Sinn, wenn wir das Konzept einfach neu anstreichen beziehungsweise einige kleinere Zubauten tätigen. Wir müssen das Konzept von Grund auf sanieren und dabei alle wichtigen Beteiligten und Interessierten miteinbeziehen.“
Konzept braucht Akzeptanz in der Bevölkerung
In einer Arbeitsgruppe aller Fraktionen mit weiteren Partnern soll zunächst ein klares Gesamtkonzept erstellt werden: „Ich begrüße diesen Schritt sehr. Am Ende ist es aber wesentlich, dass das neue Konzept auch bei den Bürgern ankommt und von ihnen mitgetragen wird. Diese Akzeptanz können wir nur dann erreichen, wenn wir anschließend einen möglichst breiten Diskussionsprozess starten“, so Eckmayr.


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