Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. FLORIAN. Seit Jahren wird in der Gemeinde über den Lückenschluss für den Radweg entlang der ehemaligen Florianer Bahntrasse nach Linz diskutiert. Die ÖVP will nun die Verbindung über einen bisherigen Wartungsweg der Asfinag entlang der Autobahn schließen. Die Oppositionsparteien halten am Weg auf der Trasse fest.

  1 / 2   Dieser Serviceweg der Asfinag soll laut Vorschlag der ÖVP für den Lückenschluss asphaltiert werden. (Foto: Radlobby OÖ)

In einer Sache sind sich alle Fraktionen im Gemeinderat einig: Für die Alltagsradler muss ein Lückenschluss her, der möglichst sicher ist. Nur bei der Variante kommt man auf keinen gemeinsamen Nenner. Deshalb wurde in der letzten Gemeinderatssitzung eine Bürgeranfrage an den Gemeinderat gestellt. Danach sollte ein Grundsatzbeschluss folgen, der nun aber noch bis Anfang Februar warten muss.

Genau geht es um drei Teilabschnitte. Nach Einbindung der Bürger bei einer Infoveranstaltung hat man sich bereits darauf geeinigt, die ersten zwei Abschnitte der alten Bahntrasse zu schottern.

Asphaltierter Weg entlang der Autobahn

Den dritten Abschnitt will die Mehrheitspartei ÖVP allerdings so belassen, wie er ist. „Aus Kosten- und Effizienzgründen haben wir uns für eine Variante auf dem bisherigen Serviceweg der Asfinag nördlich der Autobahn von der Tödlinger Straße bis zur Linzer Stadtgrenze entschieden. Die Trasse bleibt im Eigentum der Gemeinde und kann auch von Spaziergängern genutzt werden. Aber so bekommen wir einen asphaltierten Weg, der auch wintertauglich ist. Da geht es ja auch um Haftungsfragen und wir können dafür eine Förderung abholen“, so Bürgermeister Bernd Schützeneder. Die Grünen, die FPÖ und die SPÖ wollen aber an der Variante über die alte Bahntrasse durch die Felder festhalten. „Man muss die Historie verstehen. Die ÖVP will diese Trasse schon lange zerstückeln. Wir wollen, dass sie bleibt. Wenn der Weg nicht geschottert wird, ist er nicht nutzbar“, erklärt Johannes Leonhardsberger von der FPÖ.

Einbindung des neuen Weges auf Sicherheit prüfen

Unterstützt wird er von den Fraktionssprechern der SPÖ und der Grünen, Roland Ganglbauer und Gabriele Schönberger. „Wir kämpfen seit Jahrzehnten für die Nutzung und Erhaltung dieser Trasse und eine Adaptierung für einen Freizeitweg, man will da einfach über uns drüberfahren. Die Einbindung des neuen Weges ist bei der Unterführung auch nicht sicher“, so Ganglbauer. Deshalb werde man auch noch einen Verkehrsgutachter einladen, der prüfen soll, ob die Sicherheit auch gegeben ist. Zum Abschluss der Diskussion im Gemeinderat hat die FPÖ dann für die Oppositionsparteien einen Gegenantrag gestellt, die alte Trasse zu erhalten. Der wurde von der ÖVP abgelehnt. Nun muss das Thema auf das neue Jahr vertagt werden, weil der Grundsatzbeschluss, der auch die neue Variante zur Abstimmung führen hätte sollen, aufgrund eines Formalfehlers nicht gefasst werden konnte. Die Oppositionsparteien sprechen einheitlich von einem Schildbürgerstreich und hoffen, dass man durch weitere Expertengutachten den zeitlichen Aufschub nochmal nutzen kann.

Für Gerhard Fischer von der Radlobby OÖ, der auch schon in die Thematik eingebunden wurde, ist es erfreulich, dass man den Lückenschluss endlich angehen will. „Für die Linzer ist es sicher die bessere Lösung, für die Florianer wahrscheinlich nicht. Aus Sicherheitsgründen sollte man auch den Weg auf der Trasse schottern, weil es mit Kindern dort bestimmt sicherer ist“, so Fischer. Generell begrüße er einen asphaltierten Weg schon, weil er auch wintertauglich ist und somit ganzjährig genutzt werden kann. „Auch für die Trasse gibt es andere Möglichkeiten, ohne dass man alles versiegeln muss“, weiß Fischer.

Gesamtkonzept für ein Radwegenetz gefordert

Der Vertreter der Radlobby empfiehlt, sich noch etwas Zeit zu nehmen und einen externen Experten hinzuzuziehen, der alle Aspekte nochmals beleuchtet. „Aus unserer Sicht wäre ein Gesamtkonzept für ein Radwegenetz zu erstellen. Man muss klar sagen, dass ein Freizeitweg kein Radweg ist. Wichtig wäre natürlich auch, endlich die Kreuzung über die B1 an der Kreuzung Tödling/Südpark zum Pichlingersee in Angriff zu nehmen und dort eine Radüberfahrt zu errichten sowie die Verbindung von Rohrbach nach Ebelsberg zu planen.“ Ob bis zur nächsten Gemeinderatssitzung nochmal eine Einigung zustande kommt und man beide Varianten andenkt: Man darf gespannt sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
friedrich t.
friedrich t.
20.12.2023 18:56

Lückenschluss Radweg entlang der Florianer Bahntrasse

Wir würden öfter mit dem Rad nach Linz fahren, aber über "Pichling" nein!!! Es würden mehrere mit dem Rad nach Linz fahren und das Auto stehen lassen. Den auf der B1 zwischen Asten und Pichling "STAU"! Ich und viele Freunde würden die alte Bahntrasse bevorzugen. Ein Beispiel der "VORZEIGERADWEG" von Pichling nach Ebelsberg! (neben der B1) MfG Friedrich Timnik ( 068181686163)