Ennsdorfs Bürgermeister gibt Nachfolger bekannt
ENNSDORF. 20 Jahre ist es her - und zwar auf den Tag genau - als Alfred Buchberger das Amt des Bürgermeisters von Johann Zauner übernahm und Ennsdorf, rückblickend, große Dienste erwies. Heute stellte er mit Daniel Lachmayr seinen Nachfolger vor, der im Oktober von der SPÖ als Mehrheitspartei dem Gemeinderat vorgeschlagen wird.

Am 29. Juli 1998 wurde nicht nur Alfred Buchberger als Bürgermeister von Ennsdorf angelobt, auch die Deutsche Fußballnationalmannschaft war an diesem Tag bei der WM in Frankreich im Einsatz und besiegte im Achtelfinale Mexiko mit 2:1. 20 Jahre später gibt Buchberger seinen Nachfolger bekannt, Fußball-Deutschland hingegen hat dieser Tage eher weniger Grund zur Freude.
Noch ein paar Zahlen
Vor 20 Jahren hatte die Gemeinde Ennsdorf ein Budget von 1,9 Millionen Euro zur Verügung (ordentlicher Haushalt), heute hat es sich mit 5,5 Millionen Euro beinahe verdreifacht. 2200 Einwohner zählte die Gemeinde im Jahr 1998, heute sind es bereits über 3000 - es hat sich also einiges getan. Und auch Daniel Lachmayr weiß: „Ich trete in große Fußstapfen.“
Lange Laufbahn
„Ich möchte mich bei Alfred, bei Vizebügermeister Walter Forstenlechner und bei allen Kollegen aus der Partei für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Das ist nicht selbstverständlich, weshalb ich hochmotiviert meiner neuen Aufgabe entgegenblicke.“ Trotz des noch jungen Alters - Lachmayr ist gerade einmal 31 Jahre jung - blickt er bereits auf eine lange politische Laufbahn zurück. „2004 wurde ich mit der Gründung der Sozialistischen Jugend in Ennsdorf politisch aktiv, 2015 Mitglied des Gemeinderates. Dennoch war ich von dem Vorschlag, Alfred's Nachfolge anzutreten überrascht“, so Lachmayr. Geht es nach Vizebürgermeister Forstenlechner, dann begann Lachmayrs politische Laufbahn allerdings bereits mit sechs Jahren. „Schon damals hat er im Urlaub am Strand riesiege Städte, Straßen und alles, was dazugehört gebaut“, erzählt er mit einem Augenzwinkern
Schönste Form der Politik
Ein besonderes Anliegen sind Lachmayr vor allem infrastrukturelle Angelegenheiten, die Orts- beziehungsweise Raumplanung sowie eine gute parteiübergreifende Zusammenarbeit. „Ich möchte den anderen Fraktionen die Hand reichen und wünsche mir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ Ohnehin sieht er in der Kommunalpolitik die schönste Form der Politik, „Da kann man noch etwas bewegen, sich einbringen und die Ergebnisse auch sehen, wenn man durch den Ort fährt. Es sind nicht immer nur die Großprojekte, die die Menschen zu schätzen wissen. Auch mit kleineren Umsetzungen kann man in der Kommunalpolitik den Menschen noch eine Freude bereiten.“ Beachtlich, nennt Lachmayr die Entwicklung in Ennsdorf in den letzten Jahren, und genau diesen Weg möchte er auch weitergehen.


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