Die Jagdgesellschaft Ernsthofen startet Aktion gegen Wildunfälle
ERNSTHOFEN. So wie in anderen Gemeinden, hat auch die Jagdgesellschaft Ernsthofen in den letzten Jahren eine enorme Steigerung von Wildunfällen im Gemeindegebiet festgestellt.

Der Abschussplan der Bezirksverwaltungsbehörde sieht den Abschuss von 165 Stück Rehwild vor. Mehr als ein Drittel davon, (ohne Dunkelziffer) werden Opfer des Straßenverkehrs. Die Folgen sind gravierend, da jeder Wildunfall unter anderem ein großes Tierleid zur Folge hat. Nicht immer können darüber hinaus angefahrene Tiere gefunden und von ihrem Leid erlöst werden, wodurch sie qualvoll verenden. Für die Wirtschaft hat das zur Folge, dass die wertvolle Ressource Wildfleisch für die wirtschaftliche Verwertung verloren geht. Und auch die Verkehrsteilnehmer selbst haben bei jeder Kollision mit einem Wild meist großen Sachschaden zu verzeichnen, werden verletzt und manchmal sogar getötet.
Konzept entwickelt
Um das zu stoppen und Wildunfälle zumindest zu verringern, unternimmt die Jagdgesellschaft Ernsthofen große Anstrengungen, die allerdings auch Geld kosten. In Zusammenarbeit mit dem NÖ. Landesjagdverband und der Universität für Bodenkultur wurde nun ein Konzept ausgearbeitet, um dieser Entwicklung in zwei Schritten entgegenzuwirken.
Hoffnung für Verbesserung
Diese Aktion wird vom NÖ. Landesjagdverband gefördert. Es werden heuer die wichtigsten Unfallhäufungsstrecken mit der neuesten Generation optischer und akustischer Wildwarner, zusammen mit der Straßenmeisterei versehen. Die verbleibenden Risikostrecken folgen im nächsten Jahr. Es gibt gesicherte Erfahrungswerte bezüglich der Wirksamkeit dieser Wildwarner, weshalb man sich in Verbindung mit anderen Maßnahmen (Wasserstellen, Biotopverbesserungen, Bejagung) einen spürbaren Rückgang an Wildunfällen erhofft.


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