Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ESTERNBERG. Zu Schulschluss im Juli sowie am Schulbeginn im September wurden den dritten Klassen im Zuge einer Betriebsrallye Unternehmen aus Esternberg vorgestellt. Die Aktion wurde vom Familienausschuss der Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Betrieben und der NMS Esternberg organisiert.

  1 / 51   Der Baubeginn für den Donauradweg zwischen Oberranna und Wesenufer soll im Jahr 2020 sein. (Foto: EAuinger)

Je einen Vormittag im Sommer und einen im Herbst erhielten die Esternberger Schüler Einblicke in die Raiffeisenbank Esternberg, das Bezirksalten- und Pflegeheim Esternberg, die Tischlerei Reisinger, Auto Dullinger und die Firma Froschauer. „Wir haben die Betriebsrallye organisiert, um die Schüler darauf aufmerksam zu machen, welche Lehrstellen es in der eigenen Gemeinde gibt. Dabei waren uns zwei Dinge besonders wichtig, nämlich den Jugendlichen zu zeigen, dass Lehre und Handwerk Zukunft haben und ihnen bewusst zu machen, welche Firmen es im Ort gibt“, erklärt Franz Hois, Obmann des Familienausschusses, die Beweggründe für die Aktion.

Einblick ins Unternehmen

Die Unternehmen konnten durch die Betriebsrallye den Schülern einen kleinen Einblick in die Abläufe des Unternehmens bieten und über die verschiedenen Berufsbilder informieren. „Ich finde dies eine tolle Gelegenheit für die jungen Menschen, einen Blick hinter die Kulissen der örtlichen Betriebe werfen zu können und somit auch die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche kennenzulernen“, zeigt sich Andreas Laufer, Bankstellenleiter der Raiffeisenbank Esternberg von der Aktion begeistert. Aber nicht nur bei den Firmen, auch bei den Schülern und Lehrern der Neuen Mittelschule Esternberg ist die Betriebsrallye gut angekommen.

Engelbert Froschauer, der Geschäftsführer, führte die Schüler durch seinen Betrieb, der im Jahr 1958 gegründet wurde. Das Unternehmen beschäftigt sich hauptsächlich mit Metalltechnik. Dort werden jährlich 1.000 Tonnen Blech zu Transportboxen für Flugzeugteile, Palettenkästen verarbeitet. Fast alle Gegenstände werden auf Vorbestellung angefertigt. Derzeit sind 21 Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt, die Arbeitszeiten variieren. Von Lehrlingen wird erwartet, dass sie technische und handwerkliche Fähigkeiten mitbringen. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. Am Ende der Führung durch den Betrieb durften die Schüler selbst einen Handyhalter aus Edelstahl herstellen.

Die Tischlerei Reisinger hat klein begonnen und ist stetig gewachsen. Es werden sowohl moderne als auch ältere Maschinen verwendet, wie Kreissäge, Kettenfräse, Bandsäge oder Poliermaschine. Zurzeit sind sechs Leute im Betrieb angestellt .Das Herzstück der Tischlerei ist die CNC-Maschine, die die Tischlerei für 215.000 Euro inklusive der Fräswerkzeuge angeschafft hat. Sowohl in der Schule als auch in der Tischlerei läutet eine Glocke die Pause ein. Die Schüler waren vom vielfältigen Aufgabenbereich eines Tischlers beeindruckt.

Bei der Firma Dullinger werden drei Lehrberufe angeboten: KFZ-Techniker, Lackierer und Bürokaufmann. Die Lehrzeit für KFZ-Techniker beträgt 3,5 Jahre. 1992 wurde der erste Lehrling von den damaligen Angestellten ausgebildet. Bis heute wurde der Betrieb auf 13 Angestellte erweitert. Es wird auch im KFZ-Bereich immer schwieriger, geeignete Lehrlinge zu finden. Der Lehrherr schaut weniger auf das Zeugnis, sondern viel mehr auf die handwerklichen Fähigkeiten. Auch die Schnuppertage sagen für ihn viel aus. Die Schüler durften auch Praktisches ausprobieren und einen Autoreifen montieren. Seit heuer bietet die Firma Dullinger Konrad auch E-Bikes zum Verkauf und zum Service an.

Im Bezirksalten- und Pflegeheim wurde den Schülern sowohl die Pflegeausbildung als auch die Ausbildung zum Koch näher gebracht. In der Küche konnten die Schüler gleich fleißig mithelfen und Nussschnecken und Nusskronen herstellen. Im Pflegebereich gestaltete sich der Vormittag für die Schüler schwieriger. Hier erfuhren sie hautnah was es heißt auf andere angewiesen zu sein. Mit einer Spezialbrille, die die Sehkraft der Schüler stark beeinträchtigte, mussten sie zum Beispiel versuchen eine Semmel aufzuschneiden und mit Butter und Marmelade zu schmieren. Dieser Vormittag war für die Schüler ein Erlebnis der besonderen Art.

Alle Teilnehmer der Betreibsrallye wurden vom Familienausschuss der Gemeinde Esternberg zu einer Jause eingeladen. Eine Fortsetzung der Betriebsrallye im nächsten Jahr ist geplant.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden