Schülertransport: Neuregelung sorgt für Unmut bei Eltern und Gemeinde
FELDKIRCHEN. Seit Jahrzehnten wurde der Schülertransport von einem in der Gemeinde ansässigen Unternehmen abgewickelt. In Folge von Pensionierung hat das Finanzamt Linz Leistungen an ein auswärtiges Unternehmen vergeben. Gleichzeitig wurden aufgrund von Kostenoptimierung beim Land OÖ wesentliche Linienänderungen im öffentlichen Verkehr durch den Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV) vorgenommen. Die Gemeinde und besorgte Eltern schlagen nun Alarm.

„Das ist ein typischer Fall von – politisch abgehoben. Die Politiker auf Landesebene sollten sich um die konkret betroffenen Schüler kümmern, die regionalen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen und die Bedenken der Gemeindepolitik nicht einfach vom Tisch wischen. Ausbaden müssen das nun unsere Schüler aus Lacken“, erklärt der Feldkirchner Bürgermeister Franz Allerstorfer über diese „Änderungen von oben“.
Das kann doch nicht sein
Schüler, die innerhalb des Zwei-Kilometer-Einzugsbereiches der öffentlichen Linien wohnen, müssen – nach Angaben des Bürgermeisters – mit dem Linienbus fahren. Das trifft vor allem Schüler aus Lacken. „Unsere Kinder haben dadurch neuerdings einen Schulweg durch den Wald, entlang einer kurvenreichen, unübersichtlichen stark befahrenen Straße ohne Gehsteig. Das kann doch nicht sein“, so eine Mutter aus Lacken. Aber auch die Schüler, die in Rohrbach eine Schule besuchen, sind betroffen. „Die Buszeiten sind mit den Schulzeiten nicht abgestimmt“ ist der Vater einer Feldkirchner Schülerin der HAK-Rohrbach fassungslos.
Warten auf Entscheidungen
Als „Sofortmaßnahme“ hat im Juli, nach Bekanntwerden dieser Änderungen, der Feldkirchner Straßenausschussobmann Wolfgang Seyr eine neue Haltestelle in Lacken an der B 132 Richtung Neufelden/Rohrbach beantragt. Seyr appelliert ans Land, diese Haltestelle jedenfalls bis September zu kommissionieren, damit die Schüler aus Lacken nicht die äußerst stark befahrene B 127 in den Morgenstunden bei Dunkelheit queren müssen. Sinnvollerweise wird laut Seyr aktuell auch die Errichtung einer zusätzlichen Wartehütte beziehungsweise eines kleinen Busterminals geprüft. Dies könnte zum Beispiel in Verbindung mit der Errichtung der langersehnten Pendlerparkplätze geschehen. „Diesbezüglich warten wir auf Entscheidungen vom Land“, ergänzt Bürgermeister Allerstorfer.


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