Landtagseinzug: Barbara Tausch setzt sich für die Weiterentwicklung der Region ein
FREINBERG. Barbara Tausch zog am 19. September erneut in den OÖ Landtag ein. Bereits von 2013 bis 2015 war sie Landtagsabgeordnete. Im Tips-Interview spricht die Freinbergerin über ihren erneuten Einzug und darüber, welche politischen Themen ihr besonders am Herzen liegen.

Tips: Nachdem Sie bereits von 2013 bis 2015 im OÖ Landtag waren, kehren Sie nun zu dieser Aufgabe zurück: Kam Ihr „Wiedereinzug“ überraschend?
Barbara Tausch: Nach der Landtagswahl 2015 gab es eine Zusage über den Wechsel während der Legislaturperiode. Wann war nicht bekannt und da es in der Politik oft anders kommt als man denkt, behielt ich den Wiedereinzug mit Bedacht im Hinterkopf. Das Versprechen wurde gehalten, was ich unserem Landeshauptmann Thomas Stelzer hoch anrechne. Überraschend war es daher durchaus.
Tips: Bei Ihrem ersten Landtagseinzug war diese Aufgabe neu für Sie. Jetzt können Sie auf eine zweijährige Erfahrung zurückblicken: Mit welchen Erwartungen ziehen Sie erneut in den Landtag ein?
Tausch: Organisatorische Abläufe sind mir zum Glück soweit bekannt. Da sich die Themenwelt und auch personell sehr viel verändert hat, braucht es durchaus etwas Zeit zum Akklimatisieren. Meine Erwartungen für Landtag 2.0 sind konstruktive Gespräche und gesunde Diskussionen, ehrliche Gesprächspartner und wissbegierige und interessierte Bürger, sowie zahlreiche Ideen für gelebte Politik in OÖ mit Hausverstand.
Tips: Wie sieht Ihr politischer Werdegang aus?
Tausch: In einer gemütlichen Runde um Nachbars Kachelofen hat es 1998 begonnen. Und zwar wurde ein neues Team für die Junge ÖVP Freinberg gesucht und erfolgreich gefunden. Die Begeisterung für die Politik mit all ihren Facetten hat mich seither nicht mehr losgelassen. 2001 kam ich ins JVP-Bezirksteam mit dem damaligen Bezirksobmann August Wöginger und von 2003 bis 2005 war ich Obfrau der JVP Freinberg. Im Jahr 2012 übernahm ich die Funktion der Bezirksobfrau der ÖVP-Frauen. Seit 2013 darf ich ÖAAB-Bezirksobmann-Stellvertreterin sein und seit 2015 Obmann-Stellvertreterin im Bezirksparteivorstand. Im Jahr 2013 wechselte ich statt dem damaligen Landtagspräsidenten Friedrich Bernhorfer in den Oö. Landtag, für 2,5 Jahre, also bis 2015. Zurück zu meiner Heimatgemeinde, dort bin ich seit 2003 Gemeinderätin und seit dem heurigen Jahr Gemeindeparteiobfrau.
Tips: Was macht Politik aus?
Tausch: Politik begeistert mich insofern, da es mir wichtig ist, dass es den Menschen gut geht. Das bedeutet Schieflagen ausgleichen, Wohn- und Lebensqualität schaffen, Familien und sozial Schwache unterstützen, Arbeit zu den Menschen bringen, an Entwicklungen feilschen und ständig mit offenem Ohr am Bürger sein.
Tips: Sie sind Bezirksobfrau der ÖVP-Frauen im Bezirk Schärding – sind Frauen für Sie ein besonderes Anliegen?
Tausch: Das Gleichgewicht von Männern und Frauen ist in der Demographie am deutlichsten abzulesen und danach muss auch das gesellschaftspolitische Gleichgewicht ausgerichtet sein. Also Chancengleichheit für Männer und Frauen in der Gesellschaft, im Beruf und in jeglichen Lebensbereichen. Erreicht wurde gewiss schon vieles, jedoch ist nach wie vor Handlungsbedarf, auch entstehen immer wieder neue Erkenntnisse. Dafür ist es wichtig, dass Männer wie Frauen in jeglichen Bereichen als Entscheidungsträger vertreten sind.
Tips: Welche politischen Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Tausch: Mein Wunsch ist ein attraktives Leben im ländlichen Raum. Dazu gehört eine flächendeckende Gesundheitsversorgung; eine ständig laufende Anpassung der Familienunterstützungen; Mobilität auf Straße, Schiene und via Glasfaser; leistbares und bewusstes Wohnen; erreichbare Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten; Arbeitsplätze in einem Radius von unter einer Stunde und und und.
Tips: Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft und welche Wünsche haben Sie für Ihre Heimatregion?
Tausch: Ich wünsche mir eine Zukunft im OÖ Landtag auch nach der Wahl 2021 und für den Bezirk Schärding ein stetiges Weiterentwickeln in eine moderne, familienfreundliche und attraktive Region. Speziell formuliert: Glasfaser in jedes Haus, ärztliche Grundversorgung und genügend Fachärzte mit einer maximalen Wartezeit von vier Monaten, leistbares Wohnen für junge Familien, Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit flexibler Kinderbetreuung, Mobilität für Jung und Alt mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz und viele innovative Betriebe, die uns Nahversorger, Landschaftspfleger und Arbeitgeber sind.<


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