18-Jähriger gab sich als Polizist aus und drohte in Moschee
FREISTADT. In einer Freistädter Moschee gab sich ein 18-Jähriger als Polizist aus und drohte den Anwesenden mit einer Pistole.

Beim Eingangsbereich gab er sich am 1. Juni als Zivilpolizist aus und gab auf Nachfrage an, dass er kontrollieren müsse, ob eine Rauferei vorliege. Nach einem Dienstausweis gefragt, konnte er diesen nicht vorweisen, weshalb die Polizei gerufen wurde. Die Moscheebesucher bemerkten außerdem, dass der junge Mann einen Gegenstand, ähnlich einer Waffe in der Hose versteckt hatte.
Die herbeigerufenen Beamten stellten fest, dass es sich dabei um eine Spielzeugpistole handelte. Der 18-Jährige wurde zur Vernehmung auf die Polizeiinspektion Freistadt gebracht und dort einvernommen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Reaktion der SPÖ: „Tiefe Betroffenheit“
Mit großer Betroffenheit reagiert der Freistädter SPÖ-Bezirksvorsitzende Michael Linder auf den bekannt gewordenen Vorfall in der Freistädter ALIF-Moschee: „Das war eine bewusste Gewaltandrohung und ein Einschüchterungsversuch, den ich klar verurteile. Das war kein Lausbubenstreich, sondern eine bewusste islamophobe Provokation. Diese Gewaltspirale darf sich erst gar nicht in Gang setzen!“
„Die Muslime der ALIF Moschee haben ein Recht auf freie Religionsausübung, gerade zum Ende des Ramadan-Monats. Ich ersuche daher die Sicherheitsbehörden um erhöhte Aufmerksamkeit rund um die Freistädter Moschee in der nächsten Zeit“, fordert Lindner weitere Maßnahmen der Polizei ein. “Wir dürfen nicht zulassen, dass sich ein gesellschaftliches Klima der Ausgrenzung und der Anfeindungen ausbreitet! Wir wollen in unserer Region ein respektvolles Miteinander! Von der Gewalt der Worte zum Ausbruch von Gewalttaten ist es oft nur ein kleiner Schritt“, ruft Lindner zur Deeskalation auf.


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