24 Türchen bis zum großen Fest
WEITERSFELDEN. Alten Adventkalendern ist die diesjährige Sonderausstellung im Weihnachtsmuseum Harrachstal gewidmet.

Das kleine, feine Weihnachtsmuseum von Franziska Winder erinnert an alte Weihnachtsbräuche, zeigt Christbaumschmuck, Papierkrippen, altes Spielzeug und unzählige liebe Dinge, die an das Weihnachtsfest von früher denken lassen. Die diesjährige Sonderausstellung mit alten Aventkalendern ist eine Leihgabe der OÖ Landes-Kultur GmbH.
Adventkalender verkürzen den Kindern das Warten auf das Weihnachtsfest. Bekannt sind Vorformen und Variationen dieser Tradition: Im 19. Jahrhundert hängten religiöse Familien im Advent nach und nach 24 Bilder an die Wand. „Überliefert ist auch der Brauch von 24 an die Tür gemalten Kreidestrichen, von denen jeden Tag einer gelöscht wurde“, weiß die Museumsbetreiberin. „Beliebt war der Brauch, dass jeden Tag im Advent ein Strohhalm in eine Krippe gelegt wird, damit diese am 24. Dezember weich und bereit für das Christuskind ist.“ Als Erfinder des heute gängigen Adventkalenders gilt Gerhard Lang (1881 – 1974).
Inspiration war ihm eine Kindheitserinnerung: Seine Mutter befestigte für ihn 24 Keksstücke auf einem Karton. Gerhard Lang gründete eine lithographische Anstalt und entwickelte den ersten, auf Papier bzw. Karton gedruckten Adventkalender im Jahre 1908 – damals noch ohne Türchen. 1920 brachte er Exemplare mit Türchen und schönen Illustrationen heraus. Seit 1958 werden mit Schokolade gefüllte Kalender erzeugt. Die Museumsbesucher sehen seltene Adventkalender, die stets mit viel Hintergrundwissen rund um das weihnachtliche Brauchtum vermittelt werden. Ausgestellt sind u. a. Kalender aus den 1920er/30er- Jahren, ein Nachdruck der Wiener Werkstätte sowie viele liebevoll gestaltete Adventkalender mit Flitter, musizierenden Engeln und Spielzeug. Infos und Öffnungszeiten: https:// weihnachtsmuseum.jimdofree.com


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