Sunnseitn: 50 Musiker und Tänzer aus neun Ländern
FREISTADT. Die Sunnseitn lädt am Samstag, 29. Juli ins Brauhaus Freistadt. Über Genre- und Stilgrenzen hinweg laden 50 Musiker und Tänzer aus neun Ländern zum „Festival des tanzenden Publikums“. Von den Leftovers aus Wien und Afar aus Berlin bis zu Renato Borghetti aus Brasilien und Luca Bassanese aus Italien reicht der genre-, kultur- und generationenübergreifende Mix, der serviert wird.

Auf sechs Tanzböden laden Local-Bühne und Sunnseitn-Erfinder Gotthard Wagner zur Sunnseitn Tanzlust nach Freistadt. Zwölf Gruppen und drei DJs sorgen heuer mit internationaler Tanzmusik für eine durchtanzte Nacht.
Traditionell, Modern und Grenzübergreifend
Eines der Highlights sind Luca Bassanese & La Piccola Orchestra Popolare aus Italien. Der „italienische Manu Chao“ vertritt die neue Generation italienischer Cantautori, die mit einer Mischung aus Ironie und Hoffnung auf die heutige Welt blicken und ist für seine mitreißenden Auftritte berühmt. Aus dem Süden Brasiliens kommt der charismatische Gaúcho Renato Borghetti nach Freistadt. Er ist eines jener musikalischen Unikate, die lokale Traditionen mit der Muttermilch aufgesogen, individuell weiterentwickelt und mit multikulturellen Einflüssen durchsetzt haben. Aus Argentinien ist das Tzigan Gypsy Tango Trio zu Gast, das Romamusik aus Osteuropa mit argentinischen Tangos verschmilzt.
Mit groovigem Soul und Funk begeistert das Trio Zauner, Korinek & Jones, Inntöne-Mastermind Paul Zauner an der Posaune, Hammond-Virtuose Jan Korinek und die New Yorker Schlagzeug-Legende Victor Jones. Mitteleuropäische Tanzmusik ist bei der Sunnseitn natürlich auch vertreten: Mentés Másként mit Tanzmeister Attila sind Fixsterne der Sunnseitn und werden auch heuer wieder gemeinsame Kreistänze anleiten. Die Hudaki Village Band aus den ukrainischen Karpaten spielt wilde Tänze und uralte Balladen und aus Österreich spielen die White Faces mit 60s-Vibes zum Tanz auf. Die Volkstanzgruppe Grünbach animiert zum Tanzen und ab Mitternacht finden die Musiker der unterschiedlichsten Gruppen und das Publikum einander beim gemeinsamen Spiel und Tanz im Musicans‘ Corner.
Elektro, Rock und Punk am Tanzboden
Vier Moderne Formen tanzbarer Musik haben ihren Platz auf dem Tanzboden 4: Die Leftovers aus Wien sind längst kein Geheimtipp mehr. Wild, roh und laut bringen sie eine urgewaltige Mischung aus Punk und Grunge auf die Bühne. Afar aus Berlin haben sich der Fusion von Industrie und Natur verschrieben und unterlegen multiinstrumentale Klanglandschaften mit tanzbaren Rhythmen. ElectronicAfroDub Vibes – dafür stehen Tasheeno aus Linz, die eine Art „World Music 3.0“ kreieren.
Eröffnet wird der Tanzboden von der jungen Wiener Band Lighter on the moon rund um die Freistädter Sängerin Anna-Sophie Polzer. Bluesiger Space Rock und sportlicher Punk ist zu erwarten. Am DJ Floor präsentiert die Rave Cave Austria heuer drei DJs: Shin, Yuhnki und Lokalmatador Kutsu bringen den Tanzboden bis in die frühen Morgenstunden mit Deep/Minimal Drum&Bass zum beben.
34. Sunnseitn seit 1991
Erstmals wurde die Freistädter Sunnseitn, die heuer zum 34. Mal stattfindet, 1991 veranstaltet, als Gegenpol zum in Freistadt gastierenden „Musikantenstadl“. Frei von Moik’scher Volkstümelei sollte ein Forum für authentische Volks- und Tanzmusik geboten werden. Über die Jahre hat sich der „Tanz“ als zentrales Thema der Sunnseitn Tanzlust herauskristallisiert. Neben internationaler Volks- und Tanzmusik ist inzwischen auch moderne Tanzmusik von Pop&Rock über Elektronische Musik bis Hip-Hop Teil des Konzepts. Der Mix ergibt ein Musikfestival, das verschiedene Musikstile und Generationen für einen Abend zum gemeinsamen Tanz zusammenführt und dem Publikum erlaubt, sich von Tanzboden zu Tanzboden zu bewegen und Neues und Überraschendes zu entdecken. Für Publikum aus dem Zentralraum gibt es das Shuttle, das am Samstagabend vom OK-Platz im Zentrum nach Linz zum Brauhaus Freistadt und spätnachts wieder retour fährt. „Weltoffenheit ist für uns nicht nur Alternative zu einengenden Nationalismen, sondern vor allem Lust und Freude an der Welt“, sagt Gotthard Wagner.


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