Kreativwettbewerb "hoamatland 2.0": So sieht die Jugend unsere "Hoamat"
MÜHLVIERTLER ALM/UNTERWEISSENBACH. Jugendlichen eine Bühne für ihre Sicht auf Heimat und Volkskultur zu geben, war das Ziel des Kreativwettbewerbs „Hoamatland 2.0“ der Jugendtankstelle.

Der Wettbewerb im Rahmen des Fests der Volkskultur in Bad Zell hatte Jugendliche zwischen zwölf und 25 Jahren eingeladen, ihre persönliche Sicht auf Volkskultur und Heimat kreativ auszudrücken. Entstanden sind 33 Bilder und ein Musikstück, die zeigen, wie vielfältig der Begriff „Hoamat“ heute verstanden werden kann. Bei der Preisverleihung in der Arena Bad Zell wurden die eingereichten Werke präsentiert und die Sieger ausgezeichnet.
Unterweißenbacher besonderse erfolgreich
Besonders erfolgreich waren dabei Teilnehmer aus Unterweißenbach. Bewertet wurden vor allem die Originalität der Arbeiten und der Mut, neue Wege zu gehen. Möglich wurde der Kreativwettbewerb im Rahmen des LEADER-Projekts „Jugend mischt mit“. Dieses verfolgt das Ziel, Jugendliche aktiv einzubeziehen und ihre Sichtweisen in der Region sichtbar zu machen.
Menschen, die Halt geben
In der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen holte Tanja Palmetshofer aus Unterweißenbach mit ihrer Malerei den ersten Platz. Ihr Bild zeigt drei Burschen vor rund 65 Jahren. Für die Künstlerin stehen sie für Familie und Freundschaft und für jene Menschen, die einem in guten wie in schwierigen Zeiten Halt geben. Heimat ist für sie nicht nur ein Ort, sondern vor allem mit geliebten Menschen und gemeinsamen Erinnerungen verbunden.
In der Altersgruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen gab es einen ex aequo-Sieg für Annika Brandstetter und Helene Wimhofer, beide aus Unterweißenbach. Wimhofer setzte sich in ihrer Arbeit mit dem Thema Freiheit auseinander. Sie malte eine Tänzerin, die sich frei bewegen kann. Gleichzeitig macht sie darauf aufmerksam, dass Menschen nicht überall auf der Welt in Freiheit leben können. In der Kategorie Musik ging der erste Platz an Isidor Hollaus, ebenfalls aus Unterweißenbach.
Volkskultur verändert sich
Ziel des Wettbewerbs war es, den klassischen Begriff von Volkskultur bewusst aufzubrechen und neue Perspektiven sichtbar zu machen. Heimat sollte dabei nicht ausschließlich mit Brauchtum und überlieferten Traditionen verbunden werden. „Hoamatland_2.0“ setzte damit beim Fest der Volkskultur einen bewussten Akzent: Tradition und neue Perspektiven wurden miteinander verbunden und Jugendliche erhielten eine Bühne für ihre eigene Sicht auf Heimat und Volkskultur.
Der Kreativwettbewerb machte deutlich, dass Volkskultur nicht nur aus dem besteht, was von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Sie verändert sich auch mit den Menschen, die sie leben. Die Jugendlichen zeigten mit ihren Arbeiten, dass Heimat ganz persönliche Bedeutungen haben kann – von Freundschaft und Familie über Freiheit und Frieden bis hin zu Erinnerungen an vergangene Generationen.








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