Literaturtage Freistadt: Zehn Termine, starke Stimmen und Geschichten, die bewegen
FREISTADT. Die Literaturtage Freistadt, veranstaltet von der Local-Bühne Freistadt, bringen auch heuer ab 2. Oktober wieder eine spannende Auswahl an Autorinnen wie Chris Lohner, Laura Freudenthaler, Barbara Blaha und Eva Reisinger ins Mühlviertel.

An zehn Terminen in vier Spielorten wird bis Mitte Dezember dem geschriebenen Wort auf unterschiedlichste Weise Tribut gezollt. Vom Roman bis zur Autobiographie findet ein breites Spektrum aktueller Veröffentlichungen Platz.
Start mit Laura Freudenthaler
Am Freitag, 2. Oktober liest, in Kooperation mit der Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft, Laura Freudenthaler aus ihrem aktuellen Buch „Iris“. Der für den österreichischen Buchpreis nominierte Roman folgt einer Schriftstellerin, die zu Hexenprozessen recherchiert und sich gleichzeitig selbst von Gewalt betören lässt.
„Liebe, Glück und Verlust“
„Wer wir geworden sind“ ist der Titel von Gabi Kreslehners neuem Roman, den sie am Freitag, 9. Oktober in der Pfarrbücherei Freistadt vorstellt: Anna muss den Bergbauernhof im OÖ der Nachkriegszeit ohne ihr Kind verlassen und hofft, in New York neues Glück zu finden. Ein Roman über eine untergangene Welt, Liebe, Glück und Verlust, eine Familiengeschichte, die sich über das 20. Jahrhundert erstreckt.
Premiere des Nöstlinger-Films
Am Donnerstag, 15. Oktober lädt das Kino Freistadt zur Premiere des Dokumentarfilms „Nöstlinger – Sowieso und überhaupt“. Regisseurin Alexandra Schneider wird in Freistadt zu Gast sein und sich im Anschluss an den Film des Fragen des Publikums stellen.
Polit-Kabarett mit Blaha
„Funkenschwestern“ ist der Titel des aktuellen Buchs von Barbara Blaha, der Leiterin des Momentum Institituts. Mit dem Kabarettprogramm zum Buch ist sie am Samstag, 17. Oktober im Salzhof zu Gast.
Blaha analysiert in ihrer Polit-Kabarett-Show die systemische Diskriminierung von Frauen, demonstriert anhand aktueller Daten, dass ökonomische Fragen immer auch feministische Fragen sind, und zeigt, wie Feminismus alles besser macht.
Eva Reisinger
Wütend, unberechenbar und ungezähmt – die Frauenfiguren in „Das Pen!smuseum“ haben genug. Eva Reisinger ist am Freitag, 6. November im Salzhof zu Gast und stellt ihr, gemeinsam mit Mareike Fallwickl veröffentlichtes Buch vor. Bitterböse, kompromisslose und dabei unfassbar lustige Geschichten, in denen Frauen aus ihrer Sozialisierung ausbrechen – the art of not giving a fuck.
„Schwindelfrei“
Vom kleinen Mädchen mit Nazi-Eltern zur jungen Rebellin, die sich in der Filmakademie Wien als erste Frau einen Studienplatz für das Fach Regie erkämpft, zur selbstbewussten Frau, die als Pionierin preisgekrönte Filme dreht: Käthe Kratz liest am Donnerstag, 12. November im Kino aus ihrer Autobiographie „Schwindelfrei“. Davor wird ihr Film „Das 10. Jahr“ gezeigt.
Chris Lohner
Ebenfalls biografisch ist der Freitag, 20. November programmiert: Chris Lohner liest im Pfarrheim Neumarkt aus ihrem aktuellen Buch „Ich bin ein Kind der Stadt“. Darin erzählt sie mit charmanter Offenheit über ihre Kindheit zwischen 143 und 1955 im zerbombten Wien. Die Veranstaltung ist ein Kooperation mit dem Kulturverein Raml Wirt.
Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft
Die Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft lädt am Freitag, 4. und Samstag, 5. Dezember unter dem Titel „Salt Sale Salz“ zum Symposium in den Salzhof. Dem Thema „Literatur in Übersetzung“ nähert man sich dabei mit einer Ausstellung, Lesungen und Gesprächsrunden. Zu Gast sind u.a. die Autorin Marie Iljašenko und die aus Freistadt stammende Übersetzerin Julia Miesenböck.
„Das Herz, ein Wolf“
Zum Abschluss der Literaturtage ist Nina Fiva Sonnenberg am Mittwoch, 9. Dezember im Salzhof zu Gast. Sie liest aus ihrem Debütroman „Das Herz, ein Wolf“, erzählt, wie es zu dieser Geschichte kam und was es alles gebraucht hat, damit der Text ein Buch wird und auf die Bühne kommen konnte. Begleitet wird sie dabei von ihrem langjährigen musikalischen Partner DJ Phekt. Sie spielen passende Songs zur Geschichte, Klassiker aus Fivas Repertoire und liefern so den Soundtrack zum Buch.
Poetry Slam und Filmstarts
Fixpunkte im Literaturtageprogramm sind auch 2026 wieder ein Poetry Slam, bei dem Poeten selbstgeschriebene Texte vortragen und das Publikum einen Gewinner wählt, und Literaturfilme im Kino Freistadt. Der Poetry Slam findet am Samstag, 14. November im Local im Kino Freistadt bei freiem Eintritt in Kooperation mit dem Verein Wortwerkler statt.
Verschiedene Genres finden mit aktuellen Filmstarts im Rahmen der Literaturtage Platz im Kino Freistadt. Neben der Premiere von „Nöstlinger“ werden unter anderem „Lügen über meine Mutter“, „Sinn und Sinnlichkeit“ sowie die Kinderbuchverfilmung „Der Regenbogenfisch“ zu sehen sein. Infos und Programm: www.local-buehne.at








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