Tilly-Kaserne bleibt mit zwei Kompanien erhalten
FREISTADT. Als einen großen Erfolg sehen FSG Personalvertreter Reinhard Atteneder sowie Bundesrat Michael Lindner die heute bekannt gegebene Entscheidung, dass die Tilly-Kaserne nun endgültig und nachhaltig gesichert sei. Generalleutnant Karl Schmidseder gab dies bei einem großen Treffen der Bundesheer-Personalvertreter bekannt.

Auch für Lindner ist die heute endgültig bekanntgegebene Entscheidung zu Gunsten der Freistädter Kaserne ein großer Meilenstein, sowie das Ergebnis von jahrelangem intensivem Einsatz seitens der FSG und der SPÖ. Atteneder und Lindner hatten sich nach jahrelangem Kampf Ende März persönlich bei Verteidigungsminister Doskozil für den Erhalt der Tilly-Kaserne stark gemacht, was nun nicht nur zur von allen sehnsüchtig erwarteten positiven Entscheidung geführt hat, sondern sogar zu einer starken Aufwertung des Kasernenstandorts Freistadt durch Installation einer zweiten Kompanie. Atteneder und Lindner rechnen hier mit etwa 35 weiteren Arbeitsplätzen für die Region. Nach Reinhard Atteneder vorliegenden Informationen, wird Verteidigungsminister Doskozil noch heute die Landeshauptleute von seiner Entscheidung informieren.
„Als Oberösterreicher und Mühlviertler freut mich der Erhalt der Kaserne in Freistadt ganz besonders. Ich hoffe darauf, dass dort eine attraktive militärische Nutzung angeboten wird“, sagt auch der Vorsitzende der Bundesheerkommission, Nationalrat Michael Hammer. Neben dieser Tilly-Kaserne in Freistadt werden auch die Bundesheer-Standorte in Bleiburg, Horn, Tamsweg, Lienz, Klagenfurt und Vomp bestehen bleiben. „Die Aufrechterhaltung dieser Kasernenstandorte sichert den Erhalt von wichtiger Kaserneninfrastruktur. Somit kann der Bevölkerung rasch und effizient Schutz und Hilfe bereitgestellt werden.“
Es ist die absolut richtige Entscheidung, die Tilly-Kaserne und die Stellungsstraße nicht zu schließen“, begrüßt Landesrat Elmar Podgorschek die abgesagten Schließungen der beiden Standorte. „Für Oberösterreich ist es wichtig, mehrere Kasernen, auf das gesamte Bundesland aufgeteilt, zu haben.“
„Die Anschläge der vergangenen Zeit in Europa haben uns gezeigt, wie schnell ein Land von Terror betroffen sein kann. In diesen Situationen ist es entscheidend, dass es auch ein gut funktionierendes Bundesheer gibt, das von mehreren Standorten aus agieren und reagieren kann“, hebt Podgorschek die Wichtigkeit aller Standorte in Oberösterreich nochmals hervor. „Natürlich darf der Aspekt des Katastrophenschutzes nicht außer Acht gelassen werden. Gerade in solchen Situationen ist ein flächendeckendes System zur raschen Hilfeleistung im Katastrophenfall von großem Vorteil. Die Aufwertung der Tilly-Kaserne ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unser Bundesheer wurde lange genug zu sehr ausgedünnt“, betont Podgorschek abschließend.


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