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FREISTADT. Vorsicht, hochgradig ansteckend! Auch im Bezirk Freistadt grassiert das Pokémon-Fieber, bei dem Jugendliche, aber auch Erwachsene, mittels Smartphone die bunten virtuellen Geschöpfe in der realen Welt jagen.

Es gilt, möglichst viele Pokémons zu erwischen. Foto: Weihbold
  1 / 6   Es gilt, möglichst viele Pokémons zu erwischen. Foto: Weihbold

Campingsessel, Getränke, Smartphone, Freunde: Mehr brauchen die rund 40 Jugendlichen nicht, die „Tips“ am sonnigen Freitagnachmittag im Stadtpark unterhalb des Schlosses antrifft. Warum sie hier in kleinen Gruppen chillig beisammensitzen, hat einen Grund. Sie sind auf der Jagd. Nach Pokémons, Fantasiewesen aus der gleichnamigen Serie von Videospielen. Und hier im Stadtpark neben der Oswalder Straße ist ein sehr günstiger Platz, ein Pokémon zu erwischen. Denn: „Hier laufen drei Hotspots zusammen“, erklärt ein Jugendlicher. Die App „Pokémon Go“, die weltweit für Aufsehen sorgt, verbindet die reale mit der virtuellen Welt. Am Display des Smartphones bewegen sich die Pokémons vor dem Hintergrund der realen Umgebung. Es gilt, sie zu fangen.

„Heute war es kurz bitter. Ich hatte schon ein besonders seltenes Pokémon entdeckt, als der Server abgestürzt ist“, ärgert sich Matthias Kainmüller (22) aus Freistadt. Von Vormittag bis spätabends ist auch Mike Hofstadler (21) aus Freistadt den Pokémons auf den Fersen. Die Freunde sind mit von der Partie, und neue hat er durch das Spiel auch schon kennengelernt. „Pokémon Go ist schon recht zeitintensiv. Aber momentan habe ich Ferien. Meine Eltern finden es witzig, solange die Noten nicht darunter leiden“, sagt der Schüler, der Freunde treffen und Sport zu seinen Hobbys zählt. „Hohe Suchtgefahr“ attestiert Madlene Maier aus Freistadt Pokémon Go. Gespielt wird, bis der Akku leer ist. „Der Papa spielt auch, aber die Mama ist nicht besonders begeistert“, sagt die 18-Jährige.

In der Gruppe der spielenden Jugendlichen sticht einer besonders hervor. Dominik Rockenschaub (22) ist der einzige, der kein Smartphone in der Hand hält. „Ich habe eine halbe Stunde Pokémons gejagt. Aber das war“s auch schon wieder. Ich finde gut, dass sich die Leute wegen dem Spiel draußen treffen. Aber keiner hat Zeit, etwas anderes zu unternehmen. Das ist echt schade“, bedauert der Freistädter.

Sehr schnell auf den Pokémon Go-Zug aufgesprungen ist das Unternehmen Wiesinger Reisen aus Schönau. Auf seiner Homepage wirbt es für eine „Pokémon Go Tour - Gotta catch´em all“ mit dem Reisebus. Die Touren starten ab 20. August und führen nach Freistadt, Perg und Linz. „Wir halten an verschiedenen Orten, an denen Pokémons zu finden sind“, ist Kurt Wiesinger schon gespannt auf die erste Fahrt.


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