Nach Probejahr startet die Ligawertung bei Feuerwehrbewerben
BEZIRK FREISTADT. Im Bewerbsjahr 2016 wurden im Bezirk Freistadt die vier Leistungsbewerbe vorerst probeweise in einer Ligaeinteilung: Bezirksliga, 1. Klasse und 2. Klasse, durchgeführt. Ziel war, dass sich die schnellsten Gruppen untereinander messen können. Heuer geht die Ligawertung in ihre erste offizielle Auflage.

Für die Klasseneinteilung im Bewerbsjahr 2017 wird der ermittelte Punktedurchschnitt aller absolvierten Ligabewerbe im Bezirk in den Wertungen Bronze und Silber im Bewerbsjahr 2016 herangezogen. Um eine möglichst leistungsgerechte Klassenzuordnung jener Bewerbsgruppen, die nicht bei allen Bewerben angetreten sind oder angetreten werden, zu gewährleisten, dient als Grundlage für die Klassenzuteilung ebenfalls der ermittelte Punktedurchschnitt aus den absolvierten Bewerben im Vorjahr.
86 Prozent stimmten für das Ligasystem
„Die Durchführung der Bewerbe im Ligasystem wurde von den Bewerbsgruppen angenommen und es votierten bei einer Abstimmung am Bewerbssaisonende 86 Prozent für die Beibehaltung dieses Systems“, informiert Hauptamtswalter Roman Primetzhofer.
Klassenteinteilung 2017
In der Bezirksliga starten werden die Teams Tragwein 1, Prendt-Elmberg 1, Hinterberg 3, Erdmannsdorf 2, Passberg 1, Mitterbach 1, Rainbach/Mkr. 1, Unterwald 1, Tragwein 2 und Grünbach 1. Für die 1. Klasse qualifiziert haben sich die Bewerbsgruppen Lichtenau 1, Lamm 1, Liebenstein 1, Kaltenberg 1, Königswiesen 1, Kefermarkt 1, Zeiss 1, Unterweißenbach 1, Unterweißenbach 2, Windhaag/Fr. 3, Lasberg 1, Neumarkt/Mkr. 1, Langfirling 1, Mötlas 1 und Weitersfelden 1. Die rund 40 verbleibenden Bewerbsteams werden in der 2. Klasse gewertet.
Bewertung mittels Gutpunkten und Schlechtpunkten
Die Bewertung der Bewerbsgruppe erfolgt mit Gut- und Schlechtpunkten. Jede Bewerbsgruppe erhält 500 Gutpunkte als Stammpunkte. Als Schlechtpunkte werden die Angriffszeit beim Löschangriff, die Laufzeit beim Staffellauf und Fehler, nach den Bewerbsbestimmungen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, laut einer Fehlerliste abgerechnet. „Bestens geschulte Bewerter, die im Besitz des Feuerwehrleistungsabzeichens in Gold sein müssen, überwachen die Bewerbsgruppe bei ihrer Arbeit und stellen eventuell gemachte Fehler fest“, erklärt Bezirks-Bewerbsleiter Roman Primetzhofer.
Start in die neue Bewerbssaison
Am 3. Juni startet die neue Bewerbssaison mit dem Ligabewerb in Mistlberg (Abschnitt Pregarten). Es folgen die Ligabewerbe in March (Abschnitt Freistadt Süd) am 17. Juni, in Leopoldschlag (Abschnitt Freistadt Nord) am 24. Juni. Mit dem Bezirksleistungsbewerb mit Ligawertung am 1. Juli in Weitersfelden (Abschnitt Unterweißenbach) endet die Bewerbssaison im Bezirk.
Neu – Parallelstart der besten Gruppen
Beim Bezirksleistungsbewerb in Weitersfelden werden heuer erstmals die vier bis dahin erstgereihten Gruppen der Bezirksliga in Parallelstarts gegeneinander antreten.
Einführung der Feuerwehrleistungsbewerbe
Die Idee Feuerwehrleistungsbewerbe durchzuführen hatte 1947 Landesfeuerwehrinspektor Peter Stanke aus der Steiermark. Als Vater der Leistungsbewerbe in Oberösterreich gilt Landesfeuerwehrinspektor Erich Feichtner. Erste Bewerbe wurden ab 1948 und im Jahr 1950 die erste Landesmeisterschaft in Oberösterreich durchgeführt. Ab 1951 konnte man bei einer praktischen und theoretischen Prüfung im Rahmen eines Leistungswettbewerbes das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erwerben und ab 1954 auch das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber. Neben dem Leistungswettbewerb gab es ursprünglich auch noch den Löschgruppenwettbewerb, bei denen keine Leistungsabzeichen zur Ausgabe gelangten. Im Bezirk Freistadt fand der erste Bezirksleistungsbewerb am 9. August 1953 in Pregarten statt. Am 22. August 1954 wurde der erste Abschnittsleistungsbewerb in Unterweißenbach ausgerichtet und der erste Oö. Landes-Feuerwehrleistungsbewerb ging am 13. Juni 1963 im Linzer Stadion über die Bühne.
Leistungsbewerbe sind Teil der Grundausbildung
Feuerwehrleistungsbewerbe wirken sich sehr positiv für die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder aus. Durch ständiges Training in der Vorbereitung zu den Bewerben wird von den Einsatzkräften eine perfekte Handhabung diverser Geräte erlernt und auch die körperliche Fitness durch viel sportliche Tätigkeit verbessert sowie die Kameradschaft gepflegt. „Wenn ein Feuerwehrmitglied alle Positionen in der Löschgruppe beherrscht, ist ein wichtiger Schritt in der Ausbildung getan. Genau das war die Idee und ist noch heute das Ziel der Feuerwehrleistungsbewerbe“, sagt Bezirks-Feuerwehrkommandant Franz Seitz.
Bewerbsdisziplinen Löschangriff und Staffellauf
Der Löschangriff wird mit einer Gruppe von neun Einsatzkräften, einer Tragkraftspritze und der Vornahme von zwei C-Strahlrohren durchgeführt und ist Teil der Grundausbildung bei der Feuerwehr. Ziel des Löschangriffs ist, in möglichst kurzer Zeit eine komplette Löschleitung fehlerfrei aufzubauen. Der Löschangriff erfolgt beim Bewerb trocken, also ohne Wasser. Den Staffellauf absolvieren acht oder neun beim Löschangriff angetretenen Feuerwehrleute. Dabei ist mit Einsatzbekleidung eine Strecke von 400 Meter möglichst schnell zu bewältigen.


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