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FREISTADT. Im Gedenken an die 1717 geborene Kaiserstochter und Habsburgerin Maria Theresia wird überall ein Zusammenhang mit der lokalen Geschichte gesucht und wo es möglich ist, auch hergestellt. Auch in der Stadtgeschichte von Freistadt ist, wenn auch nur kurz, über Maria Theresia etwas zu finden.

  1 / 4   Dieses Porträt Maria Theresias sowie ein weiteres ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen hing bis vor einigen Jahren im Freistädter Rathaus. Heute befindet es sich im Mühlviertler Schlossmuseum in Freistadt. Foto: Schlossmuseum/Fellner

Einer der großen Biographen Maria Theresias, Alfred von Arneth, dessen Vater aus Leopoldschlag abstammte, berichtet: „Nachdem sie länger als sechs Wochen in Prag verweilt hatte, trat die Königin am 16. Juni die Rückreise an. Sie schlug jedoch nicht allsogleich die Richtung in Wien ein, sondern begab sich vorerst nach Linz, wo sie am Morgen des 19. Juni Einzug hielt.“

Trommler, Pfeifer, zehn Musiker zum Empfang

Othmar Rappersberger berichtete über dieses Ereignis in der Stadtgeschichte von Freistadt: „Als die Königin Maria Theresia 1743 bei ihrer Reise nach Linz in Freistadt zwischen 9 und 10 Uhr am Vormittag kurz Rast machte, da wurde sie auch musikalisch begrüßt: fünf Trommler, ein Pfeifer und zehn Musiker standen auf dem Hauptplatz.“

Auch im großartigen Freistädter Stadtarchiv gibt es noch einige Quellen: Der Hintergrund der Reise war, dass sich die Königin nach der Übernahme der Königskrone von den jeweiligen Ländern huldigen lassen musste. Sie wurde in Prag zur Königin gekrönt, von wo sie am 31. Mai ein Dekret an die Landstände (die politischen Vertreter der Stände) schickte, in dem sie ihre Reise und Ankunft ankündigte. Im Lande Österreich ob der Enns wurde dieser Ankunft mit großer Angst entgegengesehen, da ein Teil der Landstände schon zwei Jahre vorher dem bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, allerdings durch die Besetzung des Landes und damit unter Druck, gehuldigt hatten.

Huldigung in Linz

Nach der Rückeroberung des Landes 1742 konnte sich Maria Theresia auch in Linz von den Ständen ihre Unterwerfung zusichern lassen. In dem genannten Dekret vom 31. Mai 1743 gab sie bekannt, dass sie vorhabe, die Huldigung am 25. des Monats Juni zu empfangen, daher am 16. in Prag abreist und via Freistadt am 19. Juni in Linz zu erwarten sei. Die Monarchin hat das Schriftstück persönlich unterschrieben.

Aus den Ratsprotokollen

Was in den Ratsprotokollen über den königlichen Besuch zu finden ist, und wie Freistadt zur Zeit Maria Theresias ausgesehen hat, darüber informiert demnächst ein weiterer Online-Beitrag.


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