Nach monatelanger Zwangspause: Gastronomen sehnen Neustart sehnsüchtig herbei

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Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 23.02.2021 15:33 Uhr

BEZIRK. Gastwirte und Nachtgastronomen scharren schon in den Startlöchern und hoffen auf einen baldigen Neustart. Tips hat sich im Bezirk Freistadt umgehört.

„UnSCHLAGbar seit mehr als 50 Jahren“ ist einer der Werbeslogans des weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Partyschuppens Schlag in der Gemeinde Grünbach. Da musste schon eine Pandemie kommen, um die legendäre Disco und das Schlag-Partyvolk auszubremsen.

„Das erste Mal in 30 Jahren hat 2020 bei uns kein Veteranentreffen stattgefunden“, bedauert Schlag-Chef Rainer Traxler und kann es – obwohl realistisch gesehen noch in weiter Ferne – kaum erwarten, seinen Partyschuppen wieder aufsperren zu dürfen.

„Im Herbst wird es hoffentlich wieder passen“

„Unsere Gäste freuen sich schon jetzt wieder darauf. Jeder will wieder ganz normal fortgehen“, sagt Traxler nach mehreren Monaten Stillstand in seinem Partyschuppen. „Sollte es aber eine Sperrstunde um 23 Uhr geben, brauche ich gar nicht erst aufsperren. Im Sommer 2020 mit einer Sperrstunde um ein Uhr, das hat gut funktioniert“, hofft Traxler, dass es „spätestens nächsten Herbst wieder passen wird.“

Dass die Nachtgastronomie wegen Corona geschlossen werden musste, dafür hat Traxler vollstes Verständnis: „Wenn viele Menschen, Musik, Tanzen und Alkohol zusammenkommen, spießt sich das mit den Corona-Schutzmaßnahmen. Abstandhalten ist nicht drin, wenn man beim Fortgehen Spaß haben und Leute kennenlernen möchte.“ Wirtschaftlich meistert der Schlag-Wirt die Herausforderung gut.

„Arbeitsmäßig bin ich ausgelastet. Ich habe das Glück, dass ich neben der Gastronomie ein zweites Standbein, die Vermietung von Immobilien, habe. Außerdem gibt es ja auch noch die Corona-Unterstützungshilfen für die Gastro vom Staat.“

Gewaltige Umsatzeinbußen

Stefan Haneder von der Acanto Cocktailbar am Hauptplatz Freistadt sagt: „Mein Herz schmerzt schon ungemein, dass die Bar bald seit vier Monaten geschlossen bleiben muss. Für die Nachtgastronomie ist die Pandemie eine Katastrophe, die Umsatzeinbußen sind gewaltig. Einige werden das nicht überleben“, meint der Barbesitzer, der seit 20 Jahren als Selbstständiger im Geschäft ist.

„Wirtschaftlich haben wir uns mit dem Acanto City Beach im Sommer einen guten Polster erarbeitet, außerdem bin ich mit Cocktailseminaren, Schulungen, der einen oder anderen Show und dem Dreh von Werbevideos breit aufgestellt“, sagt Haneder, der sich als neunfacher Staatsmeister sowie Vize-Weltmeister im Showbarkeeping einen guten Namen erarbeitet hat. Die vergangenen Monate hat Haneder dazu genützt, das Acanto zu modernisieren und renovieren.

Die Zeit wird genützt

Die Moser Alm in Mönchdorf, die sich erst im Vorjahr gastronomisch komplett neu erfunden hatte, wurde mit der coronabedingten Schließung der Gastronomie mit November 2020 wieder eingebremst. „Unser Glück ist, dass unser Familienbetrieb wirtschaftlich gesund da steht. Daher können wir mit der Situation sicherlich entspannter umgehen als so manch anderer Betrieb, dem das Wasser schon vorher bis zum Hals stand“, sagt Chef Markus Danninger, der von einem Neustart der Gastronomie Mitte April ausgeht. „Wir nützen inzwischen die Zeit, um inhaltlich nachzudenken, unser Betriebskonzept nachzuschärfen und ganz ohne schlechtes Gewissen Energie zu tanken.“

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