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KALTENBERG. Exakt 100 Jahre ist es am 24. Mai her, dass Kaltenberg per Landesgesetz als Ortsgemeinde selbstständig geworden ist. Das große Fest, das aus diesem Anlass am Pfingstsonntag geplant gewesen war, findet coronabedingt erst im nächsten Jahr statt.

Das in einem Lokalen Agenda 21-Prozess mit Bürgerbeteiligung erarbeitete Zukunftsprofil 2025, hier in Händen von Bürgermeister Alois Reithmayr, gibt den Leitfaden vor, was in Kaltenberg in den kommenden Jahren umgesetzt werden wird. Foto: Greindl

Jahrelang hatten sich besonders die Priester der Pfarre Kaltenberg darum bemüht, nicht nur die kirchliche Administration getrennt von Unterweißenbach abzuwickeln, sondern Kaltenberg auch als eigene Gemeinde von Unterweißenbach abzutrennen.

Abtrennung von Kaltenberg 1921

Nach vielem Hin und Her, nachzulesen im Heimatbuch, war es 1921 endlich soweit: Im Landesgesetz und Verordnungsblatt für OÖ wurde die „Auseinanderlegung der Ortsgemeinde Unterweißenbach in die zwei selbständigen Ortsgemeinden Unterweißenbach und Kaltenberg“ kund gemacht. Unterbrochen von der Dauer des Zweiten Weltkriegs ist Kaltenberg seither eine eigenständige Gemeinde. „Das 100-Jahr-Jubiläum werden wir im Frühsommer 2022 gebührend nachholen“, sagt Bürgermeister Alois Reithmayr.

Film und Fest erst 2022

Die Pandemie mache die Durchführung eines solchen Festes trotz der Lockerungsschritte heuer nahezu unmöglich. Beim Fest, an dem alle Vereine beteiligt sein werden, wird auch ein professionell gedrehter Film präsentiert. „Darin werden Leute vor den Vorhang geholt, die Kaltenberg maßgeblich geprägt haben“, sagt Reithmayr. Zum 100. Jahrestag der Gemeindewerdung wird es zumindest einen kurzen Filmausschnitt auf www.kaltenberg.at und Facebook geben, mit einer Grußbotschaft des Landeshauptmanns.

Zukunftsprofil in Umsetzung

Keineswegs auf Eis gelegt hat Corona hingegen die Bemühungen rund um die Lokale Agenda 21. Der 2019 gestartete Prozess über das Zukunftsprofil von Kaltenberg ist in der Folgephase, einige Vorhaben sind bereits in der Umsetzung. „Die Entwicklung laut unserem Leitfaden geht gut voran. Wir arbeiten gerade an einem Konzept, in dem wir als attraktives Wanderdorf naturbewusste Menschen ansprechen wollen. Dadurch soll es gelingen, aus längeren Aufenthalten mehr Wertschöpfung zu lukrieren“, informiert der Bürgermeister. Der lange gehegte Wunsch vieler junger und junggebliebener Kaltenberger nach einem Beachvolleyballplatz, der im Zukunftsprofil festgehalten ist, wird in Kürze erfüllt sein.

Die Corona-Pandemie hat auch in der Region aufgezeigt, wie wichtig leistungsfähiges Internet (Stichworte: Home office, Home schooling) ist. Kaltenberg ist dabei auf einem guten Weg: Bis Ende des Jahres 2022 wird die Firma ECS Rockenschaub aus St. Leonhard den Glasfaserausbau im gesamten Gemeindegebiet abschließen – und das bei moderaten Anschlussgebühren für die Haushalte. Das Unternehmen hat die Förderzusage des Bundes aus der Breitbandmilliarde erhalten. „Ein Meilenstein in unserer Infrastruktur“, sagt Bürgermeister Alois Reithmayr.


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