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WEITERSFELDEN. Auf Initiative von Familie Melanie Haider und Christian Traubenek restaurierte die Dorfgemeinschaft Kiehberg das in der Dorfmitte stehende Kreuzstöckl.

Die Dorfgemeinschaft Kiehberg ist zurecht stolz auf das renovierte Kreuzstöckl. Foto: privat
Die Dorfgemeinschaft Kiehberg ist zurecht stolz auf das renovierte Kreuzstöckl. Foto: privat

Christian hat den Granitstein sandgestrahlt. Die alten Bilder hatte er bereits im Herbst 2020 entfernt, da diese zum Teil beschädigt oder stark ausgebleicht waren. Melanie gab die neuen Hinterglasbilder bei Johann Pum aus Sandl in Auftrag. Dieser nahm die alten Bilder als Vorlage und erweckte sie in typischer Sandler Hinterglasmalerei-Manier neu zum Leben. Im Juni dieses Jahres hat Christian diese dann in den Bildstock eingearbeitet. Die Dorfgemeinschaft kam gemeinsam für die entstandenen Kosten auf.

Missgeschick mit tausend Scherben

Leider verlief diese ehrenamtliche Arbeit nicht ohne Missgeschick. Denn ein Bild hat leider nach dem Einkleben nicht ausreichenden Halt gefunden, fiel heraus und zersprang in tausend Scherben. Zum Trost spendete die Glaserei Käferböck von Weitersfelden die Glasplatte zur abermaligen Bemalung. Nach all den Mühen steht das Kiehberger Kreuzstöckl in völlig neuem Glanz wirklich prächtig inmitten des wunderschönen Dorfes.

Segen für die Getreidefelder erbeten 

Im Weitersfeldner Heimatbuch (erhältlich auf dem Gemeindeamt in Weiterfelden) ist das „Kirchberger-Kreuzstöckl“ auf Seite 364 mit der Nummer 41 angeführt. „Dieses Kreuzstöckl ist ein Granitbildstock, der aus einem Block gehauen ist. In den Nischen im Sakralkopf sind folgende Bilder: Hl. Dreifaltigkeit, Hl. Leonhard, Hl. Florian. Obenauf steht ein eisernes Kruzifix. Auf der Vorderseite ist ein Kelch, darüber eine Hostie, die von einem Strahlenkranz umgeben ist und beiderseits des Kelches ist eine brennende Kerze eingemeißelt. Auf dem Sockel steht die Jahreszahl 1886. Anna Eibensteiner, Jahrgang 1896, erzählte, dass der Bildstock in alter Zeit gestiftet wurde, um Segen für die Getreidefelder zu erlangen, damit die Leute ihr tägliches Brot bekommen. Wahrscheinlich ist auch deswegen die Hostie (als Himmelsbrot) eingemeißelt.“ 

Das liebevoll renovierte Kreuzstöckl kann im Zuge des Zwischenstrom Wanderweges Nr. 56 besichtigt werden.


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