287 Weihnachtspackerl für Kinder im Armenhaus Europas
ST. LEONHARD. 287 Weihnachtspackerl, prallvoll mit guten Gaben, packten die Schüler der NMS St. Leonhard mit Unterstützung zahlreicher Organisationen und Privatspender heuer wieder für Kinder in Moldawien. Tom und Judy Zuljevic-Salamon organisierten heuer wieder den aufwändigen Transport in eines der ärmsten Länder Europas.

Mit Hilfe der Schüler der NMS St. Leonhard unter Direktor Arnold Petz, der Volkshilfe, von pro mente, der AK und vielen Privatspendern wurden heuer genau 287 Packerl gesammelt. Dazu kamen kamen noch Fahrräder, Scooter, Spielsachen, Altkleider, Computer, eine Waschmaschine und ein Trampolin mit in den Bus. „Besonders schön sind immer die vielen bunten Schultaschen. Diesmal waren mehr als dreißig dabei. Die machen viel Freude, auch wenn sie gebraucht sind“, weiß Tom Zuljevic-Salamon.
Packerl-Aktion seit mehreren Jahren
Judy und Tom Zuljevic-Salamon organisieren diese Aktion bereits mehrere Jahre. „Und es wird von Jahr zu Jahr mehr“, freuen sich die beiden. Trotz der Corona-Reisebeschränkungen ist ihnen auch heuer gelungen, die Spenden in Europas Armenhaus, nach Moldawien, zu bringen. „Wir arbeiten dort seit mehr als zehn Jahren mit einem kleinen feinen Verein zusammen. Dieser Verein ist auch Träger unserer sozialpsychiatrischen Wohneinrichtung OAZA, in der sechs Personen gemeinsam in einem Haus in dem kleinen Dorf Brinzeni wohnen und von unseren moldawischen Mitarbeiten betreut werden.“ Durch das jahrelange Engagement in der Region Edinet im nördlichen Zipfel Moldawiens haben das Paar aus St. Leonhard und seinTeam einen besonderen Bezug zur Region und wissen, wo die Kinder wohnen die sich über die Packerl wirklich freuen und die die Sachen wirklich brauchen können. „Wichtig ist für uns, dass mit den Sachen kein Handel getrieben wird und dass nichts auf den Flohmarkt kommt. Unser Bus, mit dem die Sachen diesmal transportiert werden, bleibt in Moldawien und wird in Zukunft in der Wohneinrichtung OAZA gute Dienste leisten“, erzählen Judy und Tom.
Nervenaufreibende Vorarbeiten
Auch wenn die letzten Tage vor dem Transport immer stressig sind und der Export sehr kompliziert ist und es viel Nerven braucht, bis alle Dokumente beisammen sind findet die Aktion natürlich auch nächstes Jahr wieder statt. Tom: „Mittlerweile können wir das ganz gut, aber wie soll man genaue Zollpapiere ausstellen, wenn man nicht weiß, was in den Packerln drinnen ist? Da braucht es Kreativität in der Formulierung und ein bisserl guten Willen von allen Beteiligten. Auch dafür ein herzliches Danke!“ Aufgrund des starken Reiseverkehrs vor Weihnachten dauerte die Reise diesmal sagenhafte 36 Stunden. „Die Grenzen sind aufgrund der angespannten Situation überall schweirig zu passieren aber wir haben es geschafft. Jetzt wird noch verteilt und dann gibt’s auf allen Kanälen wieder schöne Bilder mit glücklichen Gesichtern. Ein herzliches Danke an alle Spender und besonders an die Kinder, die Packerl machen, ihre Sachen hineingeben und einem unbekannten Kind Freude machen!“


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