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LIEBENAU. Mit einem großen Fest wurde die umfassende Neugestaltung des Erlebnisbereichs im Tannermoor gefeiert.

  1 / 3   Bundesrätin Johanna Miesenberger, die Abgeordneten zum OÖ Landtag Josef Naderer und Doris Margreiter, Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Bürgermeister August Reichenberger, Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner, Bürgermeister von Tel? Vladimir Brtnik und sein Stellvertreter Ji?í Pykal (v. l.) (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

In drei intensiven Jahren wurde das Tannermoor im Rahmen eines Interreg-Projektes der Mühlviertler Alm mit tschechischen Projektpartnern für Besucher noch einladender und attraktiver gemacht. Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner, zahlreiche Ehrengäste, die Projektpartner aus der tschechischen Unesco-Stadt Telc, die beteiligten Institutionen und Firmen, sowie Altbürgermeister Erich Punz waren der Einladung des Liebenauer Bürgermeisters August Reichenberger gefolgt. Wenn Liebenau etwas zu feiern hat, dann wird das ein richtiges Fest. Und so war es auch diesmal. Die Marktmusikkapelle Liebenaus sorgte für die Musik, die Feuerwehr Ruben und der Verein Wintersportarena Liebenau für Speis und Trank im Festzelt.

Zwei neue Wege mit Infotafeln

In Zusammenarbeit von Projetktmanagerin Brigitte Temper-Samhaber und dem Team der Gemeinde Liebenau wurden mit neuer Grafik von Ewald Buhl zwei neue Wege entlang des Rubener Teichs und des Tannermoors angelegt und mit Infotafeln beschildert. Für die Inhalte sorgte die IG Moorschutz mit Mario Pöstinger und Christian Schröck. Ein Sanitärgebäude dient gleichzeitig als spektakuläre Aussichtsterrasse und als Ladestation für e-Bikes, für Autos gibt es nun einen großzügigen Parkplatz. Neu sind auch die vielen umweltfreundlichen Holzelemente, von Outdoor-Liegen über Brücken bis hin zu Stegen, Aussichtsturm und Moorerlebnisspielplatz, die von den lokalen Tischlereibetrieben Penz, Almholz und Wahlmüller entworfen und angefertigt wurden. Für neues Lehrmaterial sorgte die Moorführerin Daniela Wansch.

Vom Wert des Moores

Unter den Festgästen waren der Bürgermeister von Telc Vladimir Brtnik, als Vertreter der tschechischen Projektpartner, der sich für Zusammenarbeit und die in vielen Treffen und gegenseitigen Besuchen der Schulklassen entstandene Freundschaft bedankte. Michaela Heinisch von der OÖ Naturschutzabteilung betonte den außerordentlichen Wert von Mooren auch als Kohlendioxid-Speicher, Franz Gruber, Forstdirektor der Herzoglich Sachsen-Coburg und Gotha'schen Forstverwaltung, erklärte die Aufgabenänderung als Grundbesitzer von Bewirtschaftern zu Erhaltern. Der Regionsobmann der Mühlviertler Alm Hans Holzmann unterstrich die Bedeutung des Europaschutzgebietes für den regionalen Tourismus und das Image als Natur-Region.

Gebündelte Kräfte für zukunftweisendes Projekt

Die Landtagsabgeordnete Doris Margreiter gratulierte den Beteiligten zum erfolgreich umgesetzten Projekt, in dem Landesrätin Michaela Langer-Weninger ein positives Beispiel sieht, wie man es durch Zusammenhalt und gemeinsames Engagement schaffen kann, die oberösterreichischen Regionen zu stärken und eine vitale Lebensqualität zu erzielen. Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner, der auch für die Agenden Naturschutz zuständig ist, schloss sich den Glückwünschen an und betonte, wie gut es hier der Gemeinde Liebenau gelungen ist, die Anliegen des Naturschutzes, der Grundstückseigentümer und der Tourismusanbieter zu einem gemeinsamen Ziel zu vereinen und mit gebündelten Kräften hier ein großartiges und zukunftweisendes Projekt umzusetzen.

Ehrenring für Bürgermeister a. D. Erich Punz

Bürgermeister August Reichenberger bedankte sich unter anderem bei den vielen Engagierten, wie den Ehrenamtlichen der Naturfreunde mit Obmann Alois Stellnberger und Ideengeber Helmut Atteneder, die ihr Wissen und ihre Zeit eingebracht haben. Reichenbergers Vorgänger Erich Punz, der die Geschicke der Marktgemeinde Liebenau 23 Jahre lang geleitet hatte und das Projekt mit den tschechischen Partnern entwickelt hatte, wurde mit dem Ehrenring der Marktgemeinde Liebenaus ausgezeichnet.


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