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UNTERWEITERSDORF. Seinem „Helferinstinkt“ folgt Otmar Zinsmeister – und das schon seit 28 Jahren in Diensten des Roten Kreuzes. 750 bis 800 Stunden absolviert der Unternehmer im Jahr als freiwilliger Rettungssanitäter.

Otmar Zinsmeister geht jeden Donnerstag in den Rot Kreuz-Nachtdienst. Die Kameradschaft unter den Rettungssanitätern schätzt er besonders. (Foto: privat)

Jeden Donnerstag am frühen Abend schlüpft Otmar Zinsmeister, Jahrgang 1964, in die rot-weiße Uniform und macht sich auf den Weg zum Nachtdienst in der Rotkreuz-Dienststelle Gallneukirchen. „Das gehört bei uns schon ewig zum normalen Wochenablauf“, berichtet der gelernte Maurer, der seit 2009 ein Brandschutzunternehmen betreibt. Mit der Selbstständigkeit lässt sich sein Ehrenamt recht gut vereinbaren. 144 Stunden im Jahr müsste Zinsmeister als Rettungssanitäter mindestens Dienst machen. Rund 750 bis 800 sind es tatsächlich. „Man braucht schon einen gewissen Vogel dafür und muss sich mit Schulungen immer auf dem Laufenden halten“, meint der Unterweitersdorfer.

Sechs Babys auf die Welt geholfen

Sein Einstieg beim Roten Kreuz war vor 29 Jahren ein Erste-Hilfe-Kurs nach dem Tod seines Vaters. Mit einigen weiteren Unterweitersdorfern hat er dann die Sani-Ausbildung absolviert und ist dabeigeblieben. Neben tragischen Fällen sind Zinsmeister auch viele schöne Erlebnisse in Erinnerung. „Insgesamt war ich bei sechs Geburten im Einsatz. Der Nervenkitzel ist dabei zwar groß, aber danach ist man auch stolz“, sagt der Vater zweier Töchter im Alter von 30 und 21 Jahren. Froh ist er, dass ihm als Sani sehr schwere Unfälle und Todesfälle von Kindern bisher erspart geblieben sind. Zwei Mal hat Zinsmeister bisher Menschen durch Reanimation ins Leben zurückgeholt. „Ein Patient ist schon ein paar Tage später mit einem Geschenkkorb vor der Tür gestanden und hat uns zum Jahrestag oft zum Essen eingeladen.“

Neben seinem Engagement beim Roten Kreuz war Otmar Zinsmeister auch 20 Jahre lang bei der FF Unterweitersdorf und organisierte mit seiner Gattin Maria 15 Jahre lang das Feuerwehr-Zeltfest. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gemeinsam mit Rotkreuz-Kollegen gerne mit seiner Modelleisenbahn-Anlage und spielt mit seiner Enkelin.


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