13-Jährige vor Wolf davongelaufen
WINDHAAG. Bei einer abendlichen Joggingrunde unweit ihres Zuhauses ist eine 13-Jährige am Ostersonntag in einem Waldstück zwei Wölfen begegnet. Wie der ORF Oberösterreich berichtet, lief das Mädchen davon und wurde von einem der Tiere verfolgt. Erst als es einen Acker erreichte, verschwanden die Tiere im Wald.

Die 13-Jährige war am Ostersonntag gegen 18.00 Uhr zu einer Joggingrunde aufgebrochen, als sie plötzlich ein Rascheln im Unterholz hörte, schildert ihre Mutter Anita Affenzeller im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich: „Plötzlich sind zwei Wölfe vor ihr gestanden. Dann ist einer der Wölfe auf sie zugekommen. Sie hat einfach umgedreht und ist so schnell wie möglich weggelaufen.“ Eines der Tiere soll das Mädchen verfolgt haben. Erst als das unter Schock stehende Mädchen einen Acker erreicht hatte, verschwanden die Tiere im Wald.
Der Vater des Mädchens meldete den Vorfall beim Land OÖ. Dort stuft man die Wolfsbegegnung als atypisch ein. Es könnte sich um Jungwölfe handeln, die ihr Rudel verlassen mussten und sich aus Neugier dem Menschen nähern. Für eine Abschussgenehmigung genüge der Vorfall jedenfalls nicht. Kommt es in den nächsten vier Wochen in der Gegend in Windhaag erneut zu einem Zwischenfall mit Wölfen, wird entschieden, ob es eine Abschussfreigabe gibt. Bevor eine Abschussgenehmigung erlassen werden darf, muss ein Wolf binnen 14 Tagen zweimal vergrämt worden sein. Dann kann er in einem Zeitfenster von vier Wochen im Umkreis von zehn Kilometern um den Sichtungsort zum Abschuss freigegeben werden.
Für zwei Wölfe, die sich in Unterweißenbach und Sandl Menschen genähert hatten und vergrämt wurden, hatte es eine Abschusserlaubnis im Umkreis von zehn Kilometern gegeben, diese erlosch jedoch am 25. bzw. am 30. März.
In den vergangenen Wochen gab es in unseren Bundesland zahlreiche Wolfssichtungen, im Bezirk Freistadt wurden zuletzt Sichtungen in Unterweißenbach (25. März, 2. März), Liebenau (16. und 17. März, 5. März), St. Leonhard (5. März) und Windhaag (5. März) gemeldet. Bei einem am 3. März in Kaltenberg aufgefundenen totes Reh ergab die DNA-Analyse, dass sich ein Fuchs an dem Tier gütlich getan hatte.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden