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BEZIRK FREISTADT. Ein herausforderndes Jahr war das 2024 für das Fischereirevier Freistadt. Geprägt war es von der anfänglichen Trockenheit und von den schweren Hochwässern im September, durch die nach wie vor Schäden an den Fließgewässern bestehen.

Besuch beim Mühlviertler Fischzüchter Wolfgang Mayr: Gerhard Voglhofer, Revierobmann Wilhelm Leitner, Stv. Christian Gartlehner (v. l.) (Foto: Fischerevier Freistadt)

Bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Fischereireviers Freistadt informierten Obmann Wilhelm Leitner und Obmann-Stellvertreter Christian Gartlehner über das abgelaufene Fischerjahr. 2024 erstellte das Fischereirevier eine Zusammenfassung der Fischereigewässer im Revier. Das Revier Freistadt umfasst 25 Teiche und 249 Fließgewässer mit einer Wasserfläche, die rund 130 Fußballfeldern entspricht. Interessant dabei ist, dass rund 80 Prozent der Fließgewässer eine Breite von unter zwei Metern aufweisen und daher nur sehr schwer bewirtschaftbar sind.

Schlangen, Kröten und Co. haben keine Lobby

Einige Bewirtschafter beklagten, dass seit mehreren Jahren ein massiver Rückgang von Schlangen, Bisamratten Kröten usw. zu verzeichnen sei. Diese geschützten Tierarten stehen auf dem Speiseplan des sich massiv ausbreitenden Fischotters, genießen jedoch nicht dessen Lobby.

Damit der Fischbestand nachhaltig gestützt wird, wurden rund 5 000 Jung-Bachforellen aus heimischer Zucht bis etwa 15 Zentimeter Größe in die Fließgewässer eingesetzt. Der jährliche Forellenbesatz wird vom Land OÖ mit 25 Prozent und vom Fischereirevier mit 20 Prozent gestützt.                                                            

Durch den sehr engagierten Einsatz des Ausbildungsverantwortlichen Dominik Ehgartner wurden in Schenkenfelden wieder zwei Jungfischerkurse abgehalten. Somit konnte dem positiven Trend der Jugend hin zur Natur mit rund 118 Jungfischern Folge geleistet werden.

Neben den organisatorischen Tätigkeiten wurden auch fünf Fischerkollegen in einer mehrtägigen Schulung für Elektrofischen an der Bundesanstalt für Wasserwirtschaft Scharfling ausgebildet.

Fischerevier Freistadt bei der Erlebnismesse

Der Präsident der Mühlviertler Messe Franz Kastler ist an Obmann Wilhelm Leitner mit der Einladung herangetreten, das Fischereirevier Freistadt bei der Erlebnismesse 2025 in Freistadt zu präsentieren. In einer Vorstandsitzung wurde beschlossen, diese Einladung gerne anzunehmen. Neben der nachhaltigen heimischen Fischerei sollen auch Projekte wie die Nachzucht und Erhaltung der Flussperlmuschel präsentiert werden.

 


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