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GRÜNBACH. Modehändler und Schneidermeister Karl Chalupar sen. war – wie jedes Jahr – Teil der Schläger Radrunde, die von Freistadt mit dem E-Bike nach Grado radelte. Und das kurz nach seinem 90. Geburtstag.

Karl Chalupar am Zielort in Grado. (Foto: Schläger Radrunde)
  1 / 2   Karl Chalupar am Zielort in Grado. (Foto: Schläger Radrunde)

Mit 90 Jahren erreichte der aus Schlag stammende Freistädter Modehändler und Schneidermeister am Freitag, dem 13. Juni, den italienischen Badeort Grado, und das mit dem E-Bike. Seit 15 Jahren ist Chalupar Teil der Schläger Radrunde, die einmal jährlich einen mehrtägigen Radausflug quer durch Europa unternimmt. So führte sie beispielsweise die Unternehmungslust bereits vom Ursprung der Donau bis zur Mündung ans Schwarze Meer oder von Cuxhaven nach Freistadt. Sie bewältigen aber auch schon den Innradweg von St. Moritz nach Passau oder den Ennsradweg, der von Kleinarl im Salzburger Land bis in die älteste Stadt Österreichs führt, wo die Enns schließlich in die Donau mündet.

Heuer wurde der Alpe-Adria-Trail in Angriff genommen, der eigentlich von Salzburg nach Grado führt. Aber die Radrunde startete in Freistadt und radelte in 730 Kilometern an die Adria. Natürlich wurde auch auf die Königsetappe nicht verzichtet. An Tag vier wurde der Großglockner von Bruck an der Glocknerstraße in Angriff genommen und nach etwas mehr als 50 schweißtreibenden Kilometern das Etappenziel Heiligenblut erreicht. Was Karl Chalupar zu einer Anekdote veranlasste: „Vor vielen Jahren wollte ich mit dem Auto über den Glockner fahren, nach Kurve eins war allerdings Schluss und der Motor heißgelaufen. Allerdings hab ich bei der Mautstelle das Geld wieder retourniert bekommen.“ Auf zwei Rädern wurde Österreichs höchster Alpenpass heuer einwandfrei bezwungen und die Schläger Radrunde kehrte nach sieben Tagen wohlbehalten wieder zurück.


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