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TRAGWEIN. Ein plötzlicher Herzstillstand am 24. November hat für Tanja (34) alles verändert. Doch dank der sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen ihres Mannes und des raschen Eintreffens der Rettungssanitäter und des Notarztteams konnte die zweifache Mutter gerettet werden. Am 24. Dezember besuchte sie mit ihrer Familie ihre Lebensretter auf der Rotkreuz-Dienststelle.

Tanja und ihre Familie besuchte die beiden Rettungssanitäter am 24. Dezember in der Rotkreuz-Dienststelle Tragwein und bedankte sich ganz herzlich – für Jakob und Thomas ein ganz besonders berührender Moment. (Foto: ÖRK/LV OÖ/Bindreiter)

Es war Sonntagabend, 24. November, als Jakob Steiner und Thomas Killinger gerade den routinemäßigen Fahrzeugcheck vor ihrem Nachtdienst beim Roten Kreuz Tragwein durchführten. Plötzlich die Einsatzalarmierung: Herzstillstand bei einer 34-jährigen Frau, unweit der Dienststelle. Die Mutter zweier Kinder war beim Abendessen zusammengebrochen und zeigte keine Kreislaufzeichen mehr.

Ihr Mann reagierte sofort: Er begann mit Herzdruckmassage und Beatmung und wählte den Notruf 144. Innerhalb kürzester Zeit waren die Rettungssanitäter vor Ort, führten die Wiederbelebungsmaßnahmen fort, setzten den Defibrillator ein und kämpften gemeinsam mit dem kurz danach eintreffenden Notarzt-Team aus Freistadt um das Leben der jungen Frau. Mit Erfolg.  

„Zu wissen, dass sie heute wieder bei ihrer Familie ist, berührt mich sehr“

Für Thomas Killinger, dreifacher Vater und seit 22 Jahren einmal pro Woche freiwillig im Rettungsdienst tätig, war es ein Einsatz, der ihm besonders naheging. „Der Einsatz hat mir sehr deutlich vor Augen geführt, wie viel Verantwortung in unserer Tätigkeit steckt“, erzählt er bewegt. „Durch das schnelle Handeln des Angehörigen und die gute Zusammenarbeit mit dem Notarztteam Freistadt konnten wir erfolgreich wiederbeleben. Für mich war es die erste Reanimation, bei der ich einen Menschen zurückholen durfte.“

Ein entscheidender Faktor sei die kurze Anfahrtszeit gewesen, betont der Sanitäter: „Jede Minute zählt. Zu wissen, dass die Patientin heute wieder bei ihrer Familie ist, berührt mich sehr. Wir leisten diese Arbeit freiwillig beim Österreichischen Roten Kreuz, und genau solche Momente zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist.“

Erste Hilfe rettet Leben – jeder kann helfen

Dieser Einsatz zeigt eindrucksvoll: Erste-Hilfe-Kenntnisse und schnelles Handeln können den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Ein Erste-Hilfe-Kurs nimmt die Angst, gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent.

So helfen Sie im Notfall richtig:

  • Wählen Sie sofort den Notruf 144 wenn sich Menschen in einer Notsituation befinden. Die Mitarbeiter der Rettungsleitstellen unterstützen Sie telefonisch beim Durchführen von Erste-Hilfe-Maßnahmen.
  • Bei einer reglosen Person, die nicht normal atmet: Notruf 144 wählen, sofort schnell und kräftig auf die Mitte des Brustkorbs drücken und frühestmöglich einen Defibrillator einsetzen.
  • Wenn Sie in Beatmung trainiert sind: Führen Sie 30 Herzdruckmassagen abwechselnd mit zwei Beatmungen durch. Wenn Sie unsicher sind, führen Sie ununterbrochen Herzdruckmassagen durch.
  • Hören Sie mit der Wiederbelebung nur auf, wenn die Person aufwacht, wieder normal atmet oder der Rettungsdienst eintrifft und übernimmt.
  • Holen Sie andere Menschen zur Hilfe, wenn Sie selbst nicht wissen, was zu tun ist.

Wichtig: Nichts zu tun, ist das Einzige, was man im Notfall falsch machen kann. Wie man im Fall der Fälle reagiert, lernen Menschen aller Altersgruppen in den Erste-Hilfe-Kursen des Roten Kreuzes. Aktuelle Kurstermine finden Sie unter: www.erstehilfe.at


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