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UNTERWEISSENBACH. Die Region Mühlviertler Alm nimmt Abschied von einer großen, weltoffenen Persönlichkeit: Dietmar Kriechbaum starb nach kurzer Krankheit im 87. Lebensjahr. Der langjährige Leiter der Umweltakademie des Landes OÖ war ein verlässlicher Wegbegleiter der Alm. 

Hofrat Dietmar Kriechbaum war mit der Region Mühlviertler Alm eng verbunden. (Foto: privat)
Hofrat Dietmar Kriechbaum war mit der Region Mühlviertler Alm eng verbunden. (Foto: privat)

Johann Gradl, Ehrenobmann der Mühlviertler Alm, erinnert sich an Dietmar Kriechbaum als einen umfassend gebildeten, gläubigen, in der christlichen Soziallehre verankerten Menschen, der mit der Mühlviertler Alm eng verbunden war.

Kriechbaums beruflicher Werdegang begann 1964 im OÖ. Landesdienst in den Bereichen Grundwasserschutz, Wasserversorgung und Umweltschutz. 1989 wurde er zum Leiter der O.Ö. Akademie für Umwelt und Natur bestellt.

Weg in eine nachhaltige Zukunft

Ab 1995 bekam die Akademie den Auftrag,  einen Kurswechsel für eine nachhaltige Entwicklung in Oberösterreich einzuleiten. Gemeinden und Regionen wurden eingeladen im Rahmen des Projektes Agenda 21 „Lebensraum mit Zukunft“ einen eigenständigen Weg in eine nachhaltige Zukunft zu erarbeiten.

Erster Kontakt durch Agenda-Prozess

Bereits im Jahr 2000 entschied sich die Region Mühlviertler Alm, einen regionalen Agenda-Prozess zu starten. „So kam es zu den esten Begegnungen mit dem verantwortlichen Leiter, Hofrat Dietmar Kriechbaum“, erinnert sich Johann Gradl.  Daraus erwuchs ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe.

„Kriechbaum war ein Vordenker, Förderer, Mutmacher, Mitgestalter und Freund“, so der Ehrenobmann. „Im Denken seiner Zeit voraus, im Handeln immer dort, was machbar war. Besonders beim Start waren sein Wissen und seine Unterstützung hilfreich und wegweisend.“ 

Der Region auch privat verbunden

Nach seiner Pensionierung 2004 war Kriechbaum noch mehr als zehn Jahre Mitglied im Agenda 21-Kernteam der Mühlviertler Alm. Der Region war er zusätzlich verbunden, da er mit seiner Familie 1998 in St. Leonhard-Stiftung ein Wochenendhaus mit Garten erworben hatte und dieses mit Fleiß und Freude pflegte. Gradl: „Hofrat Dietmar Kriechbaum gehört unser aufrichtiger Dank und unsere wertschätzende Anerkennung.“


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