Anklage gegen Ex-Geschäftsführerin von „Mühlviertler Kernland“ wegen schweren Betrugs
BEZIRK FREISTADT. Die Staatsanwaltschaft Linz hat Anklage gegen die ehemalige Geschäftsführerin des Vereins „Mühlviertler Kernland“ erhoben. Die Hauptangeklagte soll insgesamt rund 765.000 Euro abgezweigt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aufgedeckt wurden die mutmaßlichen Taten 2024, nun wird nach umfangreichen Ermittlungen Anklage erhoben. Der Hauptangeklagten werden schwerer Betrug, Untreue und Datenfälschung vorgeworfen.
Laut Ermittlungen soll die ehemalige Geschäftsführerin Kredite und Förderungen in Höhe von 350.000 Euro erschlichen und 415.00 Euro durch Bargeldentnahmen aus der Handkassa für private Zwecke verwendet haben. Darunter befinden sich auch Fördergelder des Landes Oberösterreich in Höhe von rund 105.000 Euro.
Teilweise geständig
„Die Beschuldigte zeigt sich teilweise geständig“, sagt Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz. Die Höhe des entstandenen Schadens bestreite diese jedoch. Die Angeklagte hat bereits 150.000 Euro als Schadensgutmachung bezahlt.
Nahe Verwandte mitangeklagt
Mitangeklagt ist eine nahe Verwandte der Hauptbeschuldigten. Ihr werden Geldwäsche und Unterschlagung vorgeworfen. 17.000 Euro aus den Malversationen sollen auf ihrem Konto gelandet sein. Insgesamt wurde gegen fünf Personen ermittelt, letztlich erhob die Staatsanwaltschaft gegen zwei Personen Anklage.
Strafrahmen: Ein bis zehn Jahre
Der ehemaligen Geschäftsführerin droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Strafmildernd könnte sich auswirken, dass bereits Schadensgutmachung geleistet wurde. Für die Zweitangeklagte liegt der Strafrahmen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht derzeit noch nicht fest.


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