Rekord-Dürre bringt Flüsse und Bäche auf historischen Tiefstand
OÖ. Der Juli 2026 war in Oberösterreich deutlich zu heiß und viel zu trocken. Die Folgen der anhaltenden Hitze und des fehlenden Niederschlags sind inzwischen deutlich sichtbar: Flüsse und Bäche führen rekordverdächtig wenig Wasser, trockengefallene Gewässer häufen sich und auch die Trinkwasserversorgung gerät zunehmend unter Druck.

„Die Analyse aus dem Juli zeigt, was auch derzeit an unseren Flüssen und Bächen sichtbar wird. Diese Rekordtrockenheit entwickelt sich immer mehr zu einer ökologischen Katastrophe. In meinem Ressort gehen immer mehr Meldungen über trockengefallene Gewässer und Probleme bei der Trinkwasserversorgung ein“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Um die Lage laufend zu bewerten und notwendige Maßnahmen abzustimmen, wurde eine „Taskforce Trockenheit“ eingerichtet.
Die Juli-Auswertung zeigt: Die Temperaturen lagen im Landesdurchschnitt um zwei Grad über dem langjährigen Mittel, in Gmunden und Kirchdorf sogar um 2,6 Grad. Gleichzeitig fiel nur rund ein Drittel der üblichen Niederschlagsmenge, im Raum Linz sogar lediglich ein Fünftel. Besonders die Regionen Linz, Wels und Steyr blieben nahezu ohne nennenswerten Regen.
Lasberg um 1,9 Grad wärmer als im Mittel
An der Messstelle in Lasberg war die Lufttemperatur im Juli im Vergleich um 1,9 Grad Celsius wärmer als im langjährigen Mittel (1991 bis 2020). An ebendieser Messstelle fielen im Juli 45 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, das entspricht 40 Prozent des langjährigen Durchschnitts.
„Klimakrise ist bei uns angekommen“
LR Kaineder dazu: „Auch im Bezirk Freistadt haben wir im Juli eindrücklich gesehen, dass die Klimakrise längst bei uns angekommen ist.“
Die Folgen sind an den Gewässern deutlich sichtbar. Nahezu alle Flüsse und Bäche führten im Juli außergewöhnlich wenig Wasser, vielerorts wurden historische Tiefststände gemessen.








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