Festgottesdienst in Alt Maria Schnee steht im Zeichen der Versöhnung
LEOPOLDSCHLAG/REICHENAU AN DER MALTSCH (CZ). Ein Festgottesdienst findet am Samstag, 15. August, um 10 Uhr in der Wallfahrtskirche Alt Maria Schnee (Svaty Kamen) nahe der Grenze zu Leopoldschlag statt. Die Feier erinnert an die Ereignisse der Vertreibung vor 80 Jahren und steht ganz im Zeichen der Versöhnung.

Den Festgottesdienst zelebriert Wolfgang Klausnitzer vom Stift Heiligenkreuz im Wienerwald. Die Feier greift das vom Prager Erzbischof Sanislav Pribyl am Sudetendeutschen Tag 2026 in Brünn ausgerufene „Jahr der Versöhnung“ auf und soll ein Zeichen des Verzeihens und der grenzüberschreitenden Verbundenheit setzen.
Vom Wachturm zum Wallfahrtsort
Die Wallfahrtskirche Alt Maria Schnee befand sich während der Zeit des Eisernen Vorhangs im „Todesstreifen“ des Grenzgebiets und wurde damals als Wachturm der Kaserne genutzt. Nach der politischen Wende wurde das Gotteshaus mit der Gnadenkapelle zur Heiligen Maria am Heiligen Stein restauriert und 1993 wiedereröffnet. Heute gilt es als beliebter Wallfahrtsort für Gläubige aus Tschechien und Österreich.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Trompetenduo Guschelbauer aus Leopoldschlag sowie Organist Leo Schwarz aus Kaplitz. Traditionell werden auch Kräuterbuschen, angefertigt von Kaplitzer Pfarreimitgliedern unter Anleitung von Familie Makula, geweiht und anschließend gegen eine freiwillige Spende an die Besucher verteilt.
Im Anschluss lädt die Pfarre zu einem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt sowie zu geselligem Beisammensein mit musikalischer Unterhaltung ein. Der Reinerlös kommt der Erhaltung der Wallfahrtskirche zugute.








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