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Blackout-Vorsorge im Klinikum Freistadt - Küche trainiert die Essensversorgung im Ernstfall

Mag. Michaela Maurer, 25.08.2026 10:32

FREISTADT. Was tun, wenn plötzlich der Strom weg ist – und damit auch wichtige Infrastruktur wie Kommunikation und Lieferketten? Bereits zwei Mal stellte sich das Küchenteam des Klinikums Freistadt dieser besonderen Herausforderung und probte den Ernstfall – mit einem klaren Ziel: Patienten und Mitarbeiter auch bei einem längeren Blackout zuverlässig zu versorgen.

  1 / 3   Das Küchenteam des Klinikums Freistadt probte den Ernstfall eines längeren Blackouts. Ziel der Übungen war es, die Abläufe zur Versorgung von PatientInnen und MitarbeiterInnen auch in Krisensituationen zu üben. Am Bild: Küchenleiterin Thekla Gattringer (geteilte Küchenleitung mit Bruno Ullmann, nicht am Bild) und Katastrophenschutzbeauftragter Gerhard Traxler. (Foto: OÖG)

Ein mögliches Blackout stellt Krankenhäuser vor besondere Herausforderungen. Gerade die Küche spielt dabei eine zentrale Rolle. Deshalb setzte das Team im Klinikum Freistadt früh auf gründliche Vorbereitung. Es wurde geplant, wie im Notfall genügend Mitarbeiter einsatzbereit sein können, welche Lebensmittel in welcher Menge gebraucht werden und wie es gelingt, die Versorgung aus eigenen Vorräten für bis zu 14 Tage zu sichern. Gleichzeitig wurden alternative Beschaffungswege geprüft, falls Lieferketten unterbrochen sind. 

Erste Übung: Zuständigkeiten und Abläufe klären

Bei der ersten Blackout-Übung ging es darum, klare Strukturen zu schaffen und Zuständigkeiten festzulegen. Checklisten und Notfallformulare halfen dabei, auch unter Druck den Überblick zu behalten. Zudem wurde die Grundversorgung unter Notstrombedingungen durchgespielt. So wusste das Team am Ende, welche Schritte im Krisenfall notwendig sind.

„Gute Vorbereitung gibt Sicherheit. Unsere Mitarbeiter wissen dank der Übungen, was im Fall eines Blackouts zu tun ist, wie wir Lebensmittel verantwortungsvoll einsetzen und so die Essensversorgung auch über einen längeren Zeitraum sicherstellen können“, betonen Bruno Ullmann und Thekla Gattringer, Küchenleiter des Klinikums Freistadt.

Zweite Übung: Vom Plan zur Praxis

Bei der zweiten Übung ging das Küchenteam einen Schritt weiter, schaute genauer hin und rechnete nach. Lagerbestände wurden überprüft, Geräte unter Notstromversorgung getestet und Speisepläne an die besondere Situation angepasst. Die Küchenleitung erarbeitete, wie Mahlzeiten im Ernstfall rationiert werden können, ohne die Versorgung zu gefährden. Auch alternative Beschaffungswege sowie eine mögliche Selbstversorgung, etwa durch Brotbacken, wurden besprochen.

„Für ein Krankenhaus ist es entscheidend, auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben. Die Blackout-Übungen geben allen Beteiligten zusätzliche Sicherheit, helfen uns, Risiken realistisch einzuschätzen und die Versorgungssicherheit für  Patienten sowie für unsere Mitarbeiter zu sichern“, unterstreicht Dipl. KH-Betriebswirtin Andrea Gündhör, Kaufmännische Direktorin des Klinikums Freistadt.

Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter

Die beiden Blackout-Übungen haben gezeigt, wie wertvoll gute Vorbereitung und eingespielte Zusammenarbeit sind. Die gewonnenen Erfahrungen fließen laufend in die Abläufe ein – damit auch in Ausnahmesituationen eine verlässliche Versorgung gewährleistet bleibt.


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