12.000 feierten in Bad Zell das Fest der Volkskultur
BAD ZELL. Schier „koa Hoamgeh“ war am Sonntag nach drei Tagen Fest der Volkskultur in Bad Zell. Rund 12.000 Besucher feierten mit, musizierten, tanzten, probierten Neues und Bewährtes aus und genossen vielfältige Darbietungen. Das Festmotto „Fest.Zaumhalten“ wurde geradezu übererfüllt – mit so viel Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebter Volkskultur, dass das Motto nicht treffender hätte sein können.

Mit einer Menschenkette rund um das Festgelände, dem Festakt zur Eröffnung und zum 50-Jahr-Jubiläum des Gemeindenamens Bad Zell sowie einem Mundartabend hatte am Freitagabend das Fest der Volkskultur 2026 begonnen.
50 Jahre Bad Zell
Gefeiert wurde am Eröffnungsabend auch das Jubiläum des Ortsnamens: Vor 50 Jahren war Zell bei Zellhof in Bad Zell umbenannt worden. „Dahinter steckte allerdings mehr als eine Namensänderung, die damaligen Initiatoren haben Mut und Weitsicht bewiesen“, so Bürgermeister Martin Moser. 1976 war das Kurhaus eröffnet worden. „Nicht jeder war damals überzeugt, dass aus der Idee etwas Großes werden würde, doch wie wir heute wissen, sind daraus neue Arbeitsplätze, neue Betriebe und viele Gäste für Bad Zell erwachsen.“ Zum Jubiläum waren auch viele ehemalige und gebürtige Bad Zeller in ihre Heimatgemeinde gekommen.
Neue Festdimension
Am Samstag und Sonntag wurde das Ortszentrum der Kurgemeinde dann zur Begegnungszone für Generationen, Regionen und die vielfältigen Facetten der oberösterreichischen Volkskultur. Auf mehreren Bühnen, in Ausstellungen und Werkstätten sowie bei zahlreichen Mitmachangeboten präsentierten Vereine, Verbände, Musik- und Tanzgruppen ihre Tätigkeit und ihr Können. Am Freizeitteich bekamen Kinder und Erwachsene die Gelegenheit, Tradition zu erleben und aktiv daran teilzunehmen. Diese räumliche Dimension des Festes, vom Freizeitteich über den Marktplatz und die Kirche bis zur Arena, war eine Premiere für das Fest der Volkskultur.
Tagessieg für Landjugend Alberndorf
Zu den Höhepunkten zählte auch das Wertungstanzen der Landjugend OÖ, ein echter Augenschmaus. Den Tagessieg holte sich schon wie beim Fest der Volkskultur 2025 in Treubach die Volkstanzgruppe Alberndorf unter der Leitung von Julia Gruber. Damit kürten sich die Alberndorfer auch zum Landessieger unter den Landjugend-Volkstanzgruppen.
Vater und Mutter des Fests
Beim Festakt in der Arena am Sonntag Vormittag outete die Präsidentin des OÖ Forums Volkskultur, Christine Huber, die „Eltern“ des erfolgreichen Fests: „Unseren Organisationschef Hans Hinterreiter, Obmann des Kulturforums Bad Zell, hat man schon als Vater des Volkskulturfests bezeichnet, dann bin wohl ich die Mutter. Lieber Papa, danke, dass du mir so zur Seite gestanden bist“, meinte Huber augenzwinkernd.
„Ihr seid unser Schatz“
Landeshauptmann Thomas Stelzer bedankte sich bei allen Volkskulturschaffenden und Ehrenamtlichen: „Ihr seid die Basis, dass das Miteinander funktioniert, indem ihr das ganze Jahr über die Gemeinschaft und die Volkskultur pflegt. Ihr seid unser Schatz, ihr macht uns reich.“ In Richtung Hans Hinterreiter meinte Stelzer: „Jetzt erntet ihr die Früchte einer perfekten Arbeit.“
Größte Radgruppe aus Schönau
Zum ersten Mal wurde das Fest der Volkskultur als Green Event umgesetzt. Zahlreiche Besucher nützten Sonderbusse aus dem Zentralraum und den kostenlosen E-Bummelzug im Ort. Den Preis für die größte mit dem Fahrrad angereiste Gruppe holte sich die Radgruppe aus Schönau im Mühlkreis.
Wanderschuh zieht nach Gampern weiter
Vor dem Mundart-Gottesdienst in der Arena ließen die Veranstalter aus Bad Zell den hölzernen Wanderschuh, das Symbol für das Volkskulturfest, an die 119 Kilometer von Bad Zell entfernte nächste Fest-Gastgeber-Gemeinde Gampern im Bezirk Vöcklabruck mit Bürgermeister Jürgen Lachinger weiterwandern.








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