Mit Rind und Kegel: Neubeginn im sonnigen Süden
ST. LEONHARD. Den langgehegten Traum vom sonnigen Süden haben sich Tom Zuljevic-Salamon und seine Frau Judy erfüllt. Auch wenn es viel Zeit, Schweiß und Mühe gekostet hat, haben sie quasi ihren gesamten Bauernhof von St. Leonhard nach Oberitalien übersiedelt.

„Nach Italien zu ziehen war immer schon ein Herzenswunsch von uns“, sagt Tom Zuljevic-Salamon. Die Entscheidung fiel, „da ein paar Puzzlesteine zusammengekommen sind. Wir haben uns gedacht: Jetzt oder nie.“
Ein Bauernhof im Veneto
Das Traumziel, ein Bauernhof im Veneto, irgendwo zwischen Venedig und Caorle, war bald gefunden. Bis der Hof in St. Leonhard verkauft war und die Übersiedlung starten konnte, galt es allerdings noch einige Sträuße mit dem Heiligen Bürokratius auszufechten. Zuljevic-Salamon: „Selber zu übersiedeln ist mühsam, aber Tiere mitzunehmen, das ist eine richtige Action!“ Einige tausend Euro flossen in die Vorbereitung. „Dafür haben wir jetzt alle unsere Tiere, von Katzen, Gänsen, Enten, Schafen und Ziegen bis zu den Eseln, bei uns am Hof.“
Erster echte „Italiener“ ist geboren
Nur die Schweine blieben bei den neuen Besitzern des Hofes in St. Leonhard, sie bekamen wegen der Schweinepest-Gefahr keine Reiseerlaubnis. Seit kurzem sind auch die Rinder von der Alm, wo sie den Sommer verbringen, am Hof am Rande einer 30.000 Einwohner-Stadt inmitten von Weingärten, eine halbe Fahrstunde vom Meer entfernt, eingetroffen. „Unser erster echter Italiener ist schon geboren“, freut sich Tom. Auf die Alm in Saalbach-Hinterglemm werden die Galloways weiterhin reisen: „Unsere Alm ist von hier nur 50 Kilometer weiter entfernt als von St. Leonhard.“ Die Zusammenarbeit mit einem kleinen lokalen Fleischhauer ist schon ausgemacht.
Beruflich läuft alles online
Mit der Sprache muss Tom sich erst anfreunden, während Judy sehr gut Italienisch spricht und dolmetscht. Beruflich arbeitet Tom via Computer an einem großen Projekt für psychische Gesundheit. „25 Personen aus 17 Ländern sind daran beteiligt, da brauche ich nur gutes Internet.“
Gefragt, was ihm in Italien am meisten fehlt, nennt er Kulinarisches wie warmen Leberkäse, Käsekrainer oder auch das Schwammerlsuchen. „Aber was ich vermisse, wird ohnehin bei unseren Besuchen in Österreich alle paar Wochen nachgeholt.“








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