Ortmühle in Waldburg pflegt das alte Handwerk mit Flachsanbau
WALDBURG. Rund um die Ortmühle wurden heuer auf cirka 60 Quadratmetern Fläche Leinsamen ausgesät. Nach 100 Tagen wurde geerntet - wie einst in der Region üblich.

Im Herbst werden die gerösteten Flachsstängel bündelweise durch die Flachsbreche gezogen und so die Stängel aufgebrochen. Dann wird der Flachs mehrmals nacheinander durch verschiedene Hechel gezogen und dabei richtig aufgefasert. In Zöpfe geflochten wird der Flachs bis zum Spinnen aufbewahrt.
„Das alte Handwerk darf nicht in Vergessenheit geraten. Mit dem Anbau und der Verarbeitung von Flachs waren jahrhundertelang fast alle Familien am Land beschäftigt“, meint Sabine Mayr und sammelt auch Erzählungen von Zeitzeugen über den Flachsanbau in Waldburg und Umgebung.
Zwischen dem 17.und 19. Jh war das Mühlviertel ein bedeutendes Zentrum der Leinenproduktion. Die Bevölkerung leistete die gesamte Wertschöpfungskette – vom Flachsanbau bis hin zum fertigen Stoffballen. Interessierte können sich in der Ortmühle mit der spannenden Thematik noch näher beschäftigen.








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