Sehenswerte Ansicht, Top-Aussicht: Kaltenberg feierte Eröffnung seines Musikheims
KALTENBERG. Ein buntes und vor allem klingendes Fest war die Eröffnung des neuen Musikheims am Samstag. Die Musikkapelle Kaltenberg feierte gemeinsam mit sieben Gastkapellen, den Jungmusikern und der Gemeindebevölkerung.

138 Helfer hatten in rund 8.000 freiwilligen Stunden dafür gesorgt, dass an der Stelle des ehemaligen Atteneder-Hauses im Ortszentrum nun das neue Musikheim steht. Und natürlich auch dafür, dass der Musikverein den Anteil von 210.000 Euro an den Gesamtprojektkosten von rund zwei Millionen Euro stemmen konnte.
Beim Eröffnungsfest bedankte sich Obmann Norbert Gillinger nicht nur bei seinem Helferteam, sondern auch bei den Sponsoren und Finanziers, allen voran dem Land OÖ. „Unser Ort liegt nicht gerade zentral, aber genau hier gehören solche Projekte her, wir haben sie uns verdient“, betonte Gillinger. Dem stimmte die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger zu: „Ja, Kultur kostet Geld, aber sie darf auch Geld kosten. Musik ist eines der Fundamente unserer Gesellschaft.“
Bürgermeister Alois Reithmayr, gemeinsam mit Hubert Scheuchenpflug einer der fleißigsten Helfer auf der Baustelle und Spender des Tannenholzes, bedankte sich beim Gemeinderat für die 2023 getroffene Entscheidung, das Atteneder-Haus anzukaufen. „Peter Schmidt vom Büro der Landesrätin Langer-Weninger hat mir damals schon gesagt: 'A Häusl musst kaufen, wenn du es kriegst, weil wenn du es brauchst, kriegst du es nicht.' Die Gemeindefinanzierung neu und Eigenleistungen haben den Kauf und den Neubau ermöglicht.“
Helfer bestens versorgt
Bereits vor dem Fest hatten sich die Mitglieder der Musikkapelle bei der Bevölkerung mit Ständchen und Getränken für die Spendenbereitschaft bedankt. Die Verpflegung der Baustellenhelfer hatten Birgit Gilinger und Astrid Fragner-Lieb organisiert. Rund 1.100 Portionen Mittagessen kamen aus den Kaltenberger Küchen. „Es sind schon Stimmen laut geworden, dass wir wieder eine Baustelle anfangen, wenn Kaltenberg noch länger keinen Wirt hat, dann gibt's wieder was Gutes zum Essen“, meinte Obmann Gillinger augenzwinkernd.
Baustelle auf Augenhöhe
Architekt Stefan Punz von Sonos Architektur in Königswiesen lobte beim Festakt die Zusammenarbeit mit dem Musikverein. „Eine Baustelle auf Augenhöhe mit den Auftraggebern wie in Kaltenberg ist nicht selbstverständlich. Und die Aussicht aus dem Musikprobenraum sucht ohnehin ihresgleichen.“
Diese Aussicht genießen die Musiker zum ersten Mal so richtig bei der Proben-Premiere am Freitag, 9. Oktober.








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