Ampel in Unterweitersdorf reagiert künftig auf Tunnelsperren
UNTERWEITERSDORF. Das Land Oberösterreich koppelt die Ampelanlage in Unterweitersdorf künftig an die Steuerung des Götschkatunnels, um bei Sperren den Verkehrsfluss zu verbessern, Rückstaus zu reduzieren und Pendler zu entlasten.

Die Verkehrslichtsignalanlage an der Kreuzung Unterweitersdorf–Radingdorf sorgt seit ihrer Inbetriebnahme im Dezember 2025 für eine verbesserte Verkehrsabwicklung. Nun setzt das Land Oberösterreich einen weiteren Schritt zur Optimierung: Künftig soll die Ampelanlage auch bei Sperren des Götschkatunnels auf der S10 automatisch auf die veränderten Verkehrsverhältnisse reagieren können.
Während die bestehende verkehrsabhängige Steuerung auf das reguläre werktägliche Verkehrsaufkommen abgestimmt ist, stellen Tunnelsperren mit entsprechendem Umleitungsverkehr besondere Anforderungen an die Verkehrsregelung. Eine technische Nachrüstung soll hier künftig für mehr Flexibilität sorgen.
Automatische Anpassung an Verkehrssituation
Geplant ist eine direkte technische Koppelung zwischen der Ampelanlage und der Tunnelsteuerung des Götschkatunnels. Bei einer Sperre der Ost- oder Weströhre soll künftig automatisch ein speziell auf die jeweilige Verkehrssituation abgestimmtes Signalprogramm aktiviert werden. Dadurch können die Grünphasen gezielter an die veränderten Verkehrsströme angepasst und Rückstaus möglichst reduziert werden.
„Eine moderne Verkehrsinfrastruktur muss flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren können. Die Ampelanlage in Unterweitersdorf hat sich im täglichen Betrieb bereits bewährt. Mit der geplanten Verknüpfung zur Tunnelsteuerung gehen wir nun den nächsten Schritt. Künftig kann die Ampelschaltung bei Tunnelsperren automatisch angepasst werden. Damit wollen wir den Verkehrsfluss verbessern, Wartezeiten reduzieren und insbesondere die täglichen Pendler entlasten“, erklärt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.
Umsetzung bis Ende 2026 vorgesehen
Die Grundlage für die weitere Optimierung bilden aktuelle Verkehrszähldaten, die noch im Oktober vorliegen sollen. Darauf aufbauend werden die entsprechenden Signalprogramme für unterschiedliche Verkehrsszenarien entwickelt und die technische Koppelung umgesetzt. Die Nachrüstung soll voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
„Unser Ziel ist es, bestehende Infrastruktur durch intelligente Technik noch leistungsfähiger zu machen. Gerade an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten können optimierte Steuerungssysteme einen wichtigen Beitrag zu einem effizienteren Verkehrsablauf leisten“, so Steinkellner.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden