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FREISTADT. Nach Kirchdorf und Grieskirchen hat nun auch am Klinikum Freistadt ein neues MRT-Gerät (Magnetresonanztomographie) den Betrieb aufgenommen. 

Das neue MRT-Gerät am Klinikum Freistadt bietet moderne, röntgenstrahlungsfreie Diagnostik direkt vor Ort. (Foto: OÖG)

Im Klinikum Freistadt steht damit seit Anfang Oktober den Menschen eine moderne, röntgenstrahlungsfreie Diagnostik direkt vor Ort zur Verfügung. Zugleich wird damit ein wichtiger Baustein des Masterplans für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Klinikstandorts bereits vor Fertigstellung des Gesamtprojekts umgesetzt.

Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, zählt zu den zentralen Verfahren der modernen bildgebenden Diagnostik. Sie arbeitet mit starken Magnetfeldern und Radiowellen und kommt ohne Röntgenstrahlung aus. So entstehen detaillierte Schnittbilder des menschlichen Körpers, die eine präzise Beurteilung von Organen, Gefäßen, Gelenken und Gewebe ermöglichen.

Vor Ort abklären

Mit dem neuen Gerät steht diese hochmoderne Diagnostik nun direkt am Klinikum Freistadt zur Verfügung. Medizinische Fragestellungen können damit vor Ort abgeklärt und die Ergebnisse unmittelbar mit den behandelnden Teams abgestimmt werden. Das schafft die Grundlage für rasche und gezielte weitere Behandlungsschritte.

Für die Bevölkerung bedeutet die Inbetriebnahme vor allem mehr Versorgungssicherheit in der eigenen Region und kürzere Wege, Fahrten etwa nach Linz oder Rohrbach entfallen. PatientInnen profitieren zudem von rascheren Diagnosen, einer engen Einbindung der Diagnostik in den klinischen Alltag und zusätzlicher moderner medizinischer Infrastruktur am Standort.

„Kürzere Wege, raschere Diagnose“

„Eine gute Gesundheitsversorgung darf keine Frage der Postleitzahl sein. Deshalb investieren wir gezielt in unsere Spitäler und bringen modernste Medizin direkt zu den Menschen in den Regionen. Mit dem neuen MRT stärken wir das Klinikum Freistadt und schaffen einen ganz konkreten Mehrwert: kürzere Wege, raschere Diagnosen und mehr Versorgungssicherheit. Insgesamt investieren wir rund 44 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des Klinikums. Damit setzen wir ein klares Signal: Wir sichern eine starke medizinische Versorgung in allen Regionen Oberösterreichs – heute und für die Zukunft“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Standort Freistadt gestärkt

Der neue MRT verbessert nicht nur die diagnostischen Möglichkeiten am Klinikum, er stärkt auch die Rolle des Standorts innerhalb der regionalen Gesundheitsversorgung, betont Gesundheitsreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Oberösterreich tut was! Das neue MRT in Freistadt ist ein klares Bekenntnis zum Standort und mit dem neuen MRT ermöglichen wir den Menschen im Bezirk moderne, schonende Bildgebung direkt in ihrer Region. Denn die richtige Diagnostik zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist entscheidend für eine hochwertige Gesundheitsversorgung - für unsere Patientinnen und Patienten, aber auch für die Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Attraktivität der Standorte. Mit der Entscheidung, jedes Krankenhaus mit einem MRT auszustatten, bekennen wir uns klar zur Qualität in der Versorgung und zur Reduktion der Wartezeiten auf MRT-Untersuchungen. Die Inbetriebnahme ist daher ein wichtiger Meilenstein für das Klinikum Freistadt und für die gesamte Region.“

Gerät für stationäre und ambulante Patienten

Der neue MRT am Klinikum Freistadt wird, wie auch das im Frühjahr in Betrieb genommene Gerät am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf als auch jenes im Klinikum Rohrbach, als Kooperationsmodell mit der ÖGK betrieben. Das Gerät steht in der ersten Phase stationären und ambulanten Patienten des Klinikums zur Verfügung, in weiterer Folge können auch niedergelassene Ärzten ihre Patienten zu einer MRT-Untersuchung ans Klinikum Freistadt überweisen.

Damit kommt die Investition der gesamten Region zugute. Das gemeinsame Versorgungsmodell verbindet den klinischen und den niedergelassenen Bereich und ermöglicht eine bedarfsgerechte Nutzung der diagnostischen Kapazitäten. Untersuchungen können dort durchgeführt werden, wo die notwendige medizinische Infrastruktur und fachliche Kompetenz gebündelt vorhanden sind. Der neue MRT ist Teil der umfassenden Erweiterung und Modernisierung des Klinikums Freistadt. 

Masterplan

Der Masterplan umfasst die Erneuerung und Erweiterung wesentlicher medizinischer und funktionaler Bereiche. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Intensivstation, neue Operationssäle und ein tagesklinischer Bereich. Auf dem Dach wird ein Hubschrauberlandeplatz errichtet und im Bestandsgebäude werden die Radiologie, die Erstversorgungseinheit sowie die Ambulanzen für Anästhesie, Chirurgie und Orthopädie und Traumatologie adaptiert. Zudem werden Palliativbetten errichtet und die Sonderklasse-Zimmer modernisiert. 

„Mit der Eröffnung des neuen MRT wird ein wichtiger Teil unseres Masterplans in Betrieb genommen. Die neue Diagnostik bringt den Menschen in unserer Region einen unmittelbaren Vorteil und verbessert zugleich die Abläufe in unserem Klinikum. Hinter der Inbetriebnahme stehen intensive Planungen, technische Vorbereitungen und das große Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der besondere Dank der Kollegialen Führung gilt allen Projektbeteiligten, insbesondere der Geschäftsführung und den politischen Verantwortlichen sowie den Teams, die den neuen Bereich mit großer Sorgfalt in den Klinikalltag integrieren“, sagt Dr. Barbara Etzlstorfer, Ärztliche Direktorin des Klinikums Freistadt.  


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