Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt sinkt leicht
FREISTADT. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt ist im Jahresvergleich leicht auf 2,6 Prozent gesunken. Während weniger Frauen und Jugendliche arbeitslos gemeldet sind, steigt die Zahl bei den Männern. Gleichzeitig liegt das Angebot an offenen Stellen deutlich unter dem Vorjahresniveau, der Lehrstellenmarkt zeigt sich hingegen stabil.

Im Jahresvergleich sinkt die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. „Der Rückgang bei den Arbeitslosen ist, entgegen dem Bundestrend, bei uns ausschließlich auf einen Rückgang bei den arbeitslos gemeldeten Frauen zurückzuführen“, berichtet AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. Im Gegensatz zu den Männern, bei denen die Zahlen um 54 steigen, sinken sie im gleichen Zeitraum bei den Frauen um 69.
Die Zahl der offenen Stelle in den Unternehmen des Bezirks liegt weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Ende Oktober gibt es mit 333 offenen Stellen um fast ein Viertel weniger, als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Besser sieht es bei den offenen Lehrstellen aus – die bleiben im Jahresvergleich annähernd gleich.
Geringere Jugendarbeitslosigkeit
114 unter 25-Jährige (56 Frauen/58 Männer) sind Ende Oktober beim AMS Freistadt zur Arbeitsuche angemeldet. Das sind um 21 Personen weniger als im Vorjahr. „Diese Entwicklung freut mich sehr, weil speziell Jugendliche keinen Tag länger als unbedingt nötig ohne sinnvolle Aufgabe sein sollten“, sagt Freistadts AMS Chef.
Arbeitskräftebedarf steigt nicht an
333 offenen Stellen bedeuten im Jahresvergleich einen Rückgang um 106 offenen Stellen bzw. 24,1 Prozent. „Offensichtlich bewirkt das leicht steigende Wirtschaftswachstum bei unseren Unternehmen noch keinen entsprechenden Arbeitskräftebedarf“, sagt Rudlstorfer. Als Indiz dafür, dass Freistädter Arbeitskräfte auch in anderen Bezirken sehr gefragt sind, deutet Rudlstorfer die Tatsache, dass trotz des Rückganges bei den offenen Stellen im Bezirk auch die Zahl der Arbeitslosen sinkt. „Freistädter Arbeitskräfte, die jetzt auf Grund fehlender Alternativen in andere Bezirke auspendeln, könnten später, wenn auch bei uns wieder größerer Bedarf besteht, hier fehlen“, sagt Rudlstorfer.
Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in Metall- und Elektroberufen (47), Fremdenverkehrsberufen (46) und dem Handel (41).
Lehrstellenmarkt
217 offene Lehrstellen in den verschiedensten Branchen und Berufen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet. 65 davon sind ab sofort zu besetzen. Die restlichen 152 sind bereits für einen Lehrantritt ab Mitte 2027 gemeldet und stehen daher schon jetzt für Bewerbungen von Schulabgänger des kommenden Jahres bereit.
Diesen offenen Lehrstellen stehen 18 Jugendliche gegenüber, die ab sofort eine Lehrstelle suchen. Dazu kommen noch 136 Jugendliche, die derzeit noch das letzte Pflichtschuljahr absolvieren, sich aber schon jetzt für die Lehrstellensuche ab Sommer 2027 beim AMS angemeldet haben. „Das hört sich viel an, wenn man aber weiß, dass noch immer ca. die Hälfte aller Jugendlichen eine Lehrstellte außerhalb des Bezirks beginnt, bleibt es auch weiterhin eine große Herausforderung für unsere Unternehmen passenden Lehrlinge zu finden“, sagt Freistadts AMS Leiter. Dabei ist es, laut Rudlstorfer, auf Grund des großen und auch vielfältigen Lehrstellenangebots im Bezirk für Jugendliche eigentlich kaum mehr nötig, wegen einer Lehrausbildung auszupendeln.
Die meisten freien Lehrstellen gibt es momentan in Fremdenverkehrsberufen (57), Metall- und Elektroberufen (50) sowie Bauberufen (36).








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