Grill-Unfälle: zwei von drei Verletzten sind Männer
BEZIRK FREISTADT. Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen: Rund 700 Menschen verletzen sich jährlich in Österreich so schwer beim Grillen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Wenig überraschend: Zwei von drei verletzten Personen sind Männer. Damit einem sicheren Grillvergnügen nichts im Wege steht, hat das KFV Tipps für den richtigen Umgang mit Grill, Glut und Gas.

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, also Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände.
Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. Zwei von drei Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.
KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen
Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?
• Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.
• Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.
• Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.
• Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.
• Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.
• Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.
• Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills! Wie zündet man Grillkohle richtig an?
• Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.
• Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim „Nachfeuern“) und dürfen keinesfalls verwendet werden! Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen
• Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.
• Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.
• Grillvorgang ständig beaufsichtigen.
• Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten. Was geschieht mit der Restglut?
• Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!
• Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.
• Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.
Gefahrloses Grillen mit Gas
• Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.
• Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin. • Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.
• Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.
• Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!
• Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).


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