Es geht was verloren
Wenig Freude hat der Pensionistenverband Freistadt mit der Einstellung des Citybusses. Gerade für ältere Leute vermittelt er eine Regelmäßigkeit, die Taxis nicht bringen können.
„Wir möchten auf jeden Fall, dass der Citybus so bleibt wie bisher“, spricht sich der Ortsvorsitzende des Pensionistenverbandes Franz Haider ganz entschieden für das bisherige System aus. Gerade jetzt, wo der Winter kommt, meint er, bringt das Taxi viele Nachteile. Denn beim Citybus weiß man recht genau, wann er kommt. Auf das Taxi wird man warten müssen, draußen in Schnee und Kälte. Die Verlässlichkeit des bisherigen Systems wird vermisst, es wird schwieriger, sich mit anderen zu treffen. Das Taxi anrufen stellt für viele ältere Personen eine gewissen Überwindung dar, weiß er. Und das Abholen der Fahrscheine auf der Gemeinde sei ein zusätzlicher Aufwand. „Außerdem wird das Taxi etwa für Leute, die öfter ins Krankenhaus fahren, erheblich teurer“sagt er, „für Mindestpensionisten fällt das schon ins Gewicht.““Ein Teil Freistädter Identität geht verloren, es fehlt, was die Leute gebraucht und geliebt haben!“, geht Hans Affenzeller, Bezirksobmann des Pensionistenverbandes, mit der Gemeinde hart ins Gericht. Der Citybus bringt Kommunikation, die Leute haben sich getroffen und miteinander etwas unternommen, weiß er. Mit dem Taxi fährt man allein und es ist schwieriger, mit anderen den Kontakt zu halten. Er sieht auch umwelttechnisch ein Problem: Wo jetzt ein Bus verkehrt, fahren dann viele Autos durch die Gegend. „Wir müssen die Maßnahme zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, aber wenn das Taxi nicht funktioniert scheuen wir nicht davor zurück, den Citybus wieder zu verlangen“, sieht er das letzte Wort noch nicht gesprochen.


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