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BEZIRK FREISTADT. Im ersten Teil der Infoserie, gemeinsam mit dem Energiebezirk Freistadt (EBF), geht es um den Mythos: „Durch die erneuerbare Stromversorgung, die zunehmend auch die Wärmebereitstellung ermöglicht, löst sich das Emissionsproblem von selbst“.

Endenergieverbrauch in Österreich aufgeteilt auf Strom, Wärme und TreibstoffeQuelle: Faktencheck Energie-Klimafonds/Statistik Austria

Fakt ist: Der Wärmebereich ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Österreich verantwortlich und wird noch zu knapp 60 Prozent durch fossile Energieträger abgedeckt. Die Wärmewende ist daher neben der Verkehrswende entscheidend für den Erfolg beim Klimaschutz. Auch in der heimischen Stromversorgung ist in Anbetracht von rund 14 Prozent Fossilenergie und rund zehn Prozent Importen mit Kohle- und Atomkraftanteil noch viel zu tun.

Öl und Gas noch immer sehr verbreitet

Wichtigste Quelle von Treibhausgasemissionen ist sowohl global als auch in Europa die Verbrennung fossiler Energieträger, also von Kohle, Erdöl und Erdgas. Die Wärmeversorgung ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Österreich verantwortlich. Während rund 70 Prozent des in Österreich erzeugten Stroms auf Basis erneuerbarer Energien produziert werden, wird die Wärmeversorgung noch immer zu knapp 60 Prozent von Erdölprodukten und Erdgas dominiert.

Nur mit einem weitgehenden Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe bis 2050 können die Ziele des Pariser Abkommens erreicht und damit die Erwärmung bei 2°C begrenzt werden. Die Haushalte leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Denn etwa ein Drittel des österreichischen Energieeinsatzes und rund 20 Prozent des heimischen CO2-Ausstoßes entfallen auf Raumwärme- und Warmwasserversorgung. In Österreichs Haushalten kommt als primäres Heizsystem zu 16 Prozent noch immer Öl und zu 24 Prozent Erdgas zum Einsatz; die Anteile an Fernwärme und Biomasse liegen bei 28 Prozent bzw. 17,5 Prozent. Lediglich 5,5 Prozent der Haushalte werden mit Stromdirektheizungen beheizt und 9 Prozent mit Solarenergie oder Wärmepumpen.

„Raus aus dem Öl“

Heizungsanlagen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, spielen somit immer noch eine erhebliche Rolle, auch wenn der Anteil erneuerbarer Energieträger in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Derzeit sind österreichweit noch über 600.000 Ölheizungen in Einsatz. Gerade diesen Monat wurde die Förderaktion „Raus aus dem Öl“ aufgestockt und verlängert, bei der der Tausch einer Ölheizung durch ein alternatives Heizsystem mit bis zu 5.000 Euro gefördert wird. Die Ergebnisse der Studie „Wärmezukunft 2050“ zeigen, dass eine Energiewende im Wärmebereich möglich ist und damit jährlich sogar an die drei Milliarden Euro an Heizkosten eingespart werden könnten. Durch Maßnahmen wie thermische Sanierung und effiziente Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energie kann der Gesamtenergieeinsatz um 50 Prozent reduziert und der Einsatz fossiler Energie beinahe vollständig verdrängt werden.

Bezirk Freistadt setzt auf erneuerbare Wärme

Im Bezirk Freistadt setzen bereits viele Gemeinden auf eine erneuerbare Wärmeversorgung. Viele Gemeinden betreiben vor allem in den Zentren Nahwärmeheizwerke, welche regionale Biomasse als Treibstoff nutzen. Dadurch werden nicht nur CO2-Emissionen eingespart, sondern dadurch wird auch die regionale Wertschöpfung erhöht.

Nähere Infos unter: www.faktencheck-energiewende.at bzw. www.energiebezirk.at


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