Schulstart: Rechtzeitig den Schulweg üben
BEZIRK FREISTADT. Der Arbö Oberösterreich empfiehlt Eltern, rechtzeitig den Schulweg mit den Kindern zu üben und erklärt, worauf dabei besonders geachtet werden sollte.

Am 14. September startet das neue Schuljahr in Oberösterreich. Kinder und Eltern sollten bereits jetzt mit den Vorbereitungen auf den Schulalltag beginnen. Dazu zählt auch, dass gemeinsam der Schulweg geübt wird. Im Jahr 2019 wurden in Oberösterreich 105 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren am Schulweg verletzt, eines davon tödlich.
Im Bundesländervergleich ist Oberösterreich nach der Steiermark und gleichauf mit Wien der traurige Spitzenreiter. „Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Sie sehen, hören, empfinden und bewegen sich anders als Erwachsene. Sie sind impulsiv und lassen sich leicht ablenken“, sagt Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des Arbö.
Tipps für das Üben
Der Arbö gibt Tipps für die gute Vorbereitung: Gemeinsam soll mit den Kindern der sicherste Weg (mit den wenigsten Straßenüberquerungen) verbindlich festlegt werden. Der sicherste Weg muss nicht der kürzeste sein! Gefahrenquellen wie zum Beispiel Abbieger bei Ampeln sollen gemeinsam aufgespürt. Auch wenn die Ampel „grün“ zeigt, muss sich das Kind vergewissern, dass es die Straße gefahrenlos überqueren kann. Dabei auch stets die Perspektive der Kinder berücksichtigen, insbesondere deren tiefer liegendes Blickfeld.
Aufmerksam bleiben
Drittens: Den Kindern vorzeigen und auch im Alltag vorleben, wie man sich richtig auf der Straße, insbesondere beim Überqueren, bei Ampeln, auf dem Zebrastreifen oder bei Ein- und Ausfahrten, verhält. Viertens: Kindern muss vermittelt werden, wie wichtig es ist, aufmerksam zu bleiben. Musik hören oder am Handy spielen lenken vom Verkehrsgeschehen ab.
Fünftens: Eltern müssen auch das richtige Verhalten am Gehsteig vorzeigen. So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehsteigs zu gehen. Es soll auf gute Sichtbarkeit geachtet werden. Schnappbänder oder Anhänger gibt es in den Arbö-Prüfzentren. Siebtens: Eltern sollen den Kindern genau erklären, warum gewisse Verkehrssituationen gefährlich sind. Kinder lernen am effektivsten durch Verstärkung und Lob des richtigen Verhaltens. Drohungen oder schimpfen verunsichern nur.


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